Performance war und ist oft das, was erst am Ende eine entscheidende Rolle spielt. Egal ob bei der Software-Entwicklung oder bei der Erstellung von Websites. Zunächst einmal geht es um ganz andere Dinge, nicht aber um die Performance. Das Design ist wichtig, die Features, schicke Animationen und Effekte muss es geben, alles soll irgendwie enthalten sein, um den Kunden zu beeindrucken. Bis dann kurz vor dem eigentlichen Ziel doch noch die Performance Optimierung ansteht, weil all das doch nicht so gut läuft wie gedacht.

Nun haben sich die Zeiten aber geändert und der Workflow ist scheinbar ein ganz anderer geworden. Inzwischen spielt die Geschwindigkeit einer Website eine entscheidende Rolle. Sie muss Leistung bringen, selbst unter Volllast oder zu Spitzenzeiten. Dazu wurde das Web zuletzt immer minimalistischer, Funktionen und Features erschienen aufgeräumter oder wurden gestrichen. Alles um eine bessere Performance zu erreichen. Ein sehr positiver Trend, wie wir finden.

Im heutigen Artikel gehen wir auf dieses Thema ein wenig genauer ein. Wir klären, warum Geschwindigkeit wichtig ist und vor allem warum Web-Performance inzwischen eine so große Rolle spielt. Dazu schauen wir uns erst einmal die Evolution der Web-Entwicklung an.

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Am Anfang war das Flat Design

Der Trend, in Sachen Performance, wurde vom Flat Design losgetreten. Zuvor waren verschachtelte und aufwendige Designs mit Glanzeffekten und Transparenzen die Regel, doch mit dem Flat Design wurde plötzlich wieder alles simpel und eindimensional. Schluss mit Schatten, Schluss mit der Transparenz, Schluss mit runden Ecken und überflüssigen Animationen. Alles wurde flach und damit eben besonders einfach in der Darstellung.

Auch wenn sich das Flat Design zum Material und dem Fluent Design weiterentwickelt hat, so haben diese simplen Grundzüge dennoch für eine gewisse Veränderung gesorgt. Vor allem, weil plötzlich jeder erkannte, wie wertvoll und wichtig es eigentlich ist, wenn eine Website über eine entsprechend gute Performance verfügt.

So reduzierte sich die Serverlast, der Browser musste nicht mehr unzählige CSS-Befehle verarbeiten und auch in Sachen Skripte fand ein Umdenken statt. Das hatte allerdings noch ganz andere Gründe, die wir im nächsten Absatz erläutern werden.

Dann kam die Mobile First Generation

Denn im Zuge des Flat Designs veränderte sich noch etwas. Nutzer*innen kamen nicht mehr nur über den Desktop auf die Website, sondern waren mit Tablet und Smartphone unterwegs. Auch das war ein Grund, das Design zu vereinfachen, da viele Effekte (z. B. :hover) mobil gar nicht funktionierten. Doch noch etwas war auf mobilen Plattformen anders.

Je mehr sich die Nutzung auf das Smartphone verlagerte, desto wichtiger wurde das Thema der Datenübertragung.

Websites konnten nicht mehr allzu groß erscheinen, weil das Datenvolumen auf Smartphones, bzw. den dazugehörigen Tarifen, einfach viel zu gering war. Wer zu viele Daten übertrug, wurde fortan nicht mehr besucht. Auch die Ladezeiten spielten hier mit rein, weil mobil niemand warten wollte.

Dieser Trend brachte in Sachen Performance vor allem eines, nämlich drastisch reduzierte Designs und deutlich weniger Skripte. Jedes Skript, jede Dynamik, alles verbrauchte Speicher, den mobile Nutzer*innen nicht hatten oder verbrauchen wollten. Die Mobile First Generation brachte also Websites hervor, die kleiner waren als jemals zuvor.

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Studien bezüglich der Performance

Obwohl das Thema Performance seit den Anfangszeiten eine Rolle spielt, wurde es in der Regel zugunsten der Funktionen, des Designs oder der Werbung vernachlässigt. Nun zeigt sich aber, dass es auch anders geht und mit einem Mal wurde deutlich, wie wichtig die Performance bei nahezu jeder Website ist. Nicht nur bei Shops oder bei den Big Playern wie Google, Facebook und Amazon.

Pinterest zum Beispiel kam zu dem Schluss, dass wenn die wahrgenommene Wartezeit um 40 Prozent reduziert wird, dies den Traffic von Suchmaschinen und den Logins um 15 Prozent anhebt. Andere Tests und Studien legen nahe, dass jede Millisekunde zählt und teilweise zu starken Anstiegen in der Conversion Rate führt. Mit anderen Worten: Je kürzer die Ladezeit, desto mehr Besucher*innen kommen und bleiben, kaufen und klicken, melden sich an und konsumieren.

Die Performance einer Website war plötzlich mehr als nur ein Wert. Jedem wurden schlagartig klar, dass sie maßgeblich für den Erfolg einer Website verantwortlich ist. Noch wichtiger aber war das Verständnis dafür, dass Geschwindigkeit immer auch gefühlt wahrgenommen wird und auch Gefühle auslöst. Damit sind selbst Millisekunden ausschlaggebend für die Nutzererfahrung.

Pinterest Studie

Google und die Nutzererfahrung

Das Thema Nutzererfahrung bringt uns nun wieder zurück zu den Suchmaschinen, genauer gesagt, zu Google. Denn für Google wurde es in dieser Zeit immer wichtiger, die Nutzer*innen in den Fokus zu rücken. Es ging und geht bei Google nicht mehr um irgendwelche künstlich geschönten Werte, sondern mehr und mehr um die echten Nutzer*innen.

Zu diesem Zweck führte Google nicht nur Google Pagespeed ein, sondern brachte zuletzt auch die sogenannten Core Web Vitals mit ins Spiel. So ist die Suchmaschine mehr als jemals zuvor in der Lage, Verzögerungen im Design oder Ladevorgang festzustellen und entsprechend zu bewerten. Wer nicht liefert, geht also unweigerlich unter.

Für Google steht außerdem fest, dass es um die Nutzererfahrung als solche gehen muss. Schon seit dem Panda Update vor vielen Jahren arbeitet Google beständig daran, die Qualität von Inhalten und Designs zu erkennen, und zwar völlig losgelöst von klassischen und altgedienten Ranking Faktoren. Die Ladezeit hat hier enormen Einfluss auf die Nutzererfahrung und ist dementsprechend wichtig.

Core Web Vitals Artikel

Web Performance war schon immer wichtig

Die Performance im Web ist seit jeher von großer Bedeutung. Viele haben das längst erkannt, bevor das Thema Performance Optimierung zum Volkssport für Webworker wurde. Die Web-Performance ist wichtiger als jemals zuvor und nimmt sogar direkten Einfluss auf die Nutzung einer Website und die Rankings bei Google.

Interessant ist zudem auch, dass, laut einer Studie, verzögertes Laden und eine schlechte Performance massive Reaktionen nach sich zieht. Stressreaktionen, um genau zu sein, die ähnlich ausfallen wie beim Lösen mathematischer Probleme oder dem Warten an der Supermarktkasse.

Für uns ist einer der wichtigsten Gründe aber der Mobile First Aspekt. Websites funktionieren heutzutage in erster Linie mobil und dort dürfen sie weder viele Daten übertragen, noch lange Wartezeiten aufweisen. Wer hier Erfolg haben will, muss demnach effizient sein und mit einer zielgerichteten und eindrucksvollen Mobile Experience überzeugen. Schaut euch dazu gerne auch nochmal unseren Beitrag vom über Mobile Experience an.

Performance StudieMobile Experience Artikel

by A-DIGITAL one

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