Ein Mark-up diente ursprünglich als Auszeichnung für Schriftsetzer. Es waren kleine und später dann größere Hinweise und Anweisungen darauf, wie ein Text zu handhaben war, um ihn für den Druck vorzubereiten. Diese Zeiten sind mittlerweile überholt, doch Auszeichnungssprachen gibt es immer noch.

Nach wie vor spielen Auszeichnungssprachen eine große Rolle, vor allem digital. Websites nutzen beispielsweise HTML (Hypertext Mark-up Language), die wohl klassischste aller Auszeichnungssprachen überhaupt. Mit HTML wurde es zudem möglich, Websites logisch zu strukturieren und dann mithilfe von CSS zu gestalten. Bis heute spielt HTML daher eine entsprechend wichtige Rolle.

Das Schema Mark-up ist ebenfalls eine Auszeichnungssprache. Im Grunde ist es dabei ähnlich wie das Mark-up von früher, welches den Schriftsetzern diente. Der Unterschied ist, dass es heutzutage den Suchmaschinen dient. Das Schema Mark-up ist also eine Auszeichnungssprache für Google.

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Was genau ist ein Schema Mark-up überhaupt?

Auszeichnungssprachen dienen dazu, bestimmte Hinweise in einem Text zu hinterlassen. HTML beispielsweise strukturiert nicht nur die eigentliche Website, sondern hinterlässt zudem Informationen und Anweisungen, die dann wiederum von Browsern und Suchmaschinen verwendet werden können. Der Alt-Tag von Bildern ist ein schönes Beispiel, aber auch der Header, der mitsamt Title und Description wichtige SEO-Bestandteile liefert.

Das Schema Mark-up geht dabei noch etwas weiter. Es erlaubt Websites nämlich, die Inhalte sehr genau auszuzeichnen. So genau, dass Google und andere Suchmaschinen die Inhalte fast schon verstehen, den Content also sinnvoll eingliedern können. Was mit dem Schema Mark-up möglich ist, zeigt die Community auf Schema.org, wo sämtliche Einträge zu finden sind.

Schema.org wurde dabei von Google, Microsoft, Yandex und anderen Tech-Giganten gegründet, mit dem Ziel, Inhalte im Web verständlicher zu gestalten. Nicht für die Nutzer*innen selbst, sondern eher für die Crawler und Robots von Suchmaschinen. Genutzt werden kann die Auszeichnung mittels RDFa, Microdata oder eben JSON-LD.

Schema.org

Warum ist Schema Mark-up für Google so wichtig?

Am Anfang diente das Schema Mark-up im Grunde nur dazu, Teilbereiche verständlicher zu gestalten. Wer eine verschachtele oder große Website besaß, konnte den Suchmaschinen klare Hinweise auf die einzelnen Bereiche liefern. Wo fängt der Artikel an, wo wird der Autor genannt, was ist eine Bewertung und vieles mehr. Damit waren Suchmaschinen in der Lage, recht genau zu verstehen, worum es sich bei dem Inhalt eigentlich handelt.

Das wiederum verschaffte Google einen Vorteil, denn Funktionen wie der Knowledge Graph basierten hauptsächlich auf den Daten, die der Suchmaschine mithilfe des Schema Mark-ups auf dem Silbertablett serviert wurden. Auch die sogenannten Rich Snippets innerhalb von Google nutzten das Schema Mark-up, was die Suchmaschine entsprechend einfach verstehen und dann für die erweiterten Suchergebnisse verwenden kann.

Wichtig ist das Schema Mark-up also vor allem, damit Google eure Website auf die bestmögliche Art und Weise verstehen und interpretieren kann. Im Zuge von E-A-T spielt es zum Beispiel eine Rolle, dass der Autor mit Schema Mark-up entsprechend genau markiert ist. Wer in die Rich Snippets möchte, kann ebenfalls nicht darauf verzichten. So ergibt sich der Umstand, dass diejenigen, die kein Schema Mark-up verwenden, eine Benachteiligung bei Google erfahren und somit eventuell schlechter ranken oder weniger leicht gefunden werden als diejenigen, die ihre komplette Website auszeichnen.

Artikel zu Google E-A-T
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Wie wird Schema Mark-up in die eigene Website integriert

Um ein Schema Mark-up in die eigene Website zu integrieren, müsst ihr euch zunächst einmal mit Schema.org anfreunden. Die Plattform wird zu eurer Bibliothek für alles, was Schema-Auszeichnungen betrifft und ohne sie geht somit gar nichts. Lasst euch davon aber nicht erschlagen, denn gerade am Anfang ist das Thema ein wenig kompliziert und durchaus komplex. Wer allerdings am Ball bleibt, der merkt schnell, dass das alles doch nicht so umständlich ist, wie es anfangs erscheint.

Schema Mark-up basiert dabei auf einer zweistufigen Hierarchie. Erst kommt der jeweilige Typ, dann seine entsprechenden Eigenschaften. Nehmen wir das Schema »Person«, um Google auf der persönlichen Website alle Informationen zur eigenen Person zukommen zu lassen. Diese finden sich natürlich auch auf der Website wieder, werden via Schema Mark-up aber perfekt für Google aufbereitet und präsentiert.

Also gehen wir auf Schema.org und wählen dort aus der Liste das Schema Person aus. Der Typ ist also Person, die Eigenschaften wählen wir selbst. Angeben können wir quasi alles, was auf der entsprechenden Seite zu finden ist.

Ein Beispiel:

<script type="application/ld+json"> 
{ 
  "@context": "https://schema.org/", 
  "@type": "Person", 
  "name": "Mein Name", 
  "url": "https://meine-website.de/", 
  "image": "https://meine-website.de/bild-von-mir", 
  "sameAs": [ 
    "https://youtube.com/mein-youtube-kanal", 
    "https://instagram.com/mein-instagram-profil/" 
  ] 
} 
</script>

Genutzt wird hier JSON-LD, was sich als Standard etablieren konnte. Zwar gibt es auch noch Microdata, die direkt innerhalb von HTML eingetragen wird, doch gerade für Neulinge ist JSON-LD oft die einfachere Wahl. Außerdem entsteht so ein eigenes Snippet, was später angepasst oder geändert werden kann, ohne den gesamten Code durchgehen zu müssen.

Lohnt sich Schema Mark-up für jede Art von Website?

Nein. Das liegt ganz einfach daran, dass es nur eine Stellschraube von vielen ist und Google allgemein sehr gut darin scheint, Inhalte einer Website zu verstehen. Es braucht also nicht unbedingt ein Schema Mark-up, damit Google versteht, wie eure Website aufgebaut ist. Im Normalfall ist das kein allzu großes Problem für die Suchmaschine. Von Vorteil ist es eher bei extrem großen oder verschachtelten Seiten.

Auch wer sich eine Position innerhalb der Rich Snippet wünscht, hat mit Schema Mark-up nicht den heiligen Gral entdeckt. Im Grunde bringt es nur etwas, wenn ihr bereits auf Seite 1, im besten Fall sogar ein Top 3 Ranking bei Google besitzt. Dann kann eine Auszeichnung mit Schema Mark-up jedoch tatsächlich dafür sorgen, dass Google eure Inhalte als Rich Snippet präsentiert und ausgibt, was wiederum ein Vorteil in Sachen Klicks und Bedeutung für euch haben kann.

Das trifft aber ebenfalls nur auf bestimmte Websites zu. Rezepte bekommen innerhalb von Google beispielsweise ein Bild spendiert, Fragen erhalten eine Art FAQ und Bewertungen gibt es dann direkt innerhalb der SERPs.

Das ergibt im Grunde aber nur Sinn, wenn ihr euch mit eurer Website in den Top 10, besser noch in den Top 3 befindet. Nur hier hat diese Art von Mikrooptimierung tatsächlich eine Wirkung.

Am Ende muss zudem auch euer Content Schema tauglich sein. Es bringt nichts, viel Aufwand, in die Integration zu stecken, wenn ihr weder den Content noch die Rankings besitzt. Allgemein gibt es weitaus wichtigere SEO-Optimierungen als die Auszeichnung mit Schema Mark-up. Das solltet ihr zumindest im Kopf haben, um abzuwägen, ob es sich in eurem Falle überhaupt lohnt. Wir hoffen, wir konnten ein wenig Klarheit schaffen, was das Thema betrifft.

by A-DIGITAL one

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