Vor einiger Zeit gab es ein großes Google-Update und nachdem, wie üblich, der erste Schock überstanden war, erkannten SEOs sehr schnell, dass viele Änderungen mit E-A-T in Verbindung standen. E-A-T bedeutet dabei nichts anderes als Expertise, Authoritativeness, und Trustworthiness, also grob übersetzt Kompetenz, Autorität und Vertrauen.

Doch es gibt schon seit Langem Missverständnisse darüber, was E-A-T eigentlich genau meint, vor allem aber auch wie diesbezüglich optimiert werden sollte. Deshalb wollen wir heute mal die fünf größten Missverständnisse bezüglich Google E-A-T aufzeigen. Wie immer verpackt mit cleveren Tipps und Tricks, damit ihr es besser machen könnt. Legen wir also los.

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1. E-A-T ist das neue große Ding

Häufig wird so getan, als wäre E-A-T bei Google etwas vollkommen Neues. Das stimmt so aber absolut nicht. Google E-A-T ist lediglich die Bezeichnung für etwas, was bei Google schon sehr lange Einzug erhalten hat. Nämlich die beständige Qualitätskontrolle von Inhalten. E-A-T gehört klar dazu, weil es lediglich einige Aspekte zusammenfasst.

Dabei wird auch immer so getan, als wäre E-A-T erst mit dem Medic-Update hinzugekommen. Doch auch das stimmt mal wieder nicht. Analysen zeigen, dass betroffene Seiten auch schon von vorherigen Updates entsprechend stark betroffen waren, weil sie in bestimmten Bereichen schlecht dastehen. Das hat nicht zwangsläufig etwas mit dem Thema E-A-T zu tun.

Um genau zu sein, führt Google also schon immer einen Kampf gegen Fehlinformationen und war schon immer darauf bedacht, die Qualität von Websites entsprechend einzustufen. Mit E-A-T bekommen diese Anstrengungen nun eben nur einen recht plakativen Begriff.

Wie eingangs erklärt, bedeutet er jedoch nichts anderes als Kompetenz, Autorität und Vertrauen. Alles Dinge, auf die Google schon immer viel Wert gelegt hat und die schon immer von großer Wichtigkeit waren. Heute allerdings mehr als damals, denn wir leben in Zeiten, in denen es um starke Inhalte geht, nicht mehr um irgendwelche kurzweiligen Black-Hat-Techniken.

E-A-T ist also nichts Neues, es wurde nur jahrelang von Website Betreibern ignoriert. Für Google hingegen wurde es während dieser Zeit immer wichtiger, weshalb es inzwischen auch größeren Einfluss auf die Bewertung von Websites nimmt.

2. E-A-T ist ein großer Rankingfaktor

Google nutzt eine Vielzahl an unterschiedlichen Rankingfaktoren, um Websites entsprechend einzustufen, zu bewerten und dann bestmöglich für den Nutzer zu sortieren. Dazu gesellen sich verschiedene Automationen, wie zum Beispiel Google RankBrain und selbstverständlich auch noch so einiges, von dem wir derzeit noch rein gar nichts wissen.

E-A-T ist allerdings kein Rankingsfaktor. Es ist eine Bewertung. Nicht mehr, nicht weniger. Wer weder Kompetenz, noch Autorität auf seinem Gebiet besitzt, dem wird eben schlichtweg nicht vertraut. Diese Wertung ist per se aber noch lange kein Rankingfaktor. Google versucht, hier lediglich besser zu filtern, welchen Websites vertraut werden kann und welchen nicht. Ganz speziell dann, wenn es um heikle Themen geht (YMYL-Seiten).

Aktuell scheint es auch so zu sein, dass Google keine Inhalte mehr in den Top 10 sehen möchte, von denen sie nicht sicher sind, dass es sich um vertrauenswürdige Quellen handelt. Rankingfaktoren funktionieren aber direkt und messbar. So wie die Performance einer Website. Bei E-A-T hingegen, kommen nur verschiedene Prüfungen zu Einsatz, nach denen Google dann bestimmt, wie vertrauenswürdig die jeweilige Website ist. Direkten Einfluss auf das Ranking hat das nicht.

E-A-T ist also kein messbarer Rankingfaktor, sondern eher eine Überprüfung der Glaubwürdigkeit. Dazu gehören sauber verlinkte Quellen, bekannte Autoren, ein seriöses Erscheinungsbild und vieles mehr.

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3. E-A-T ist für alle Websites von größter Bedeutung

Google weist inzwischen deutlich daraufhin, dass E-A-T nicht in allen Bereichen wichtig ist. Wie schon erwähnt, geht es eher um besonders heikle Themen. Das liegt auch daran, dass Google hier wirklich menschlich testen muss, was schlichtweg nicht überall möglich wäre. Sinnvoll übrigens auch nicht.

Alles, was mit Medizin, dem Leben oder Geld zu tun hat, ist also erst einmal entsprechend heikel zu bewerten. Es könnte Menschen ruinieren oder ihre Gesundheit gefährden. Deshalb spielt E-A-T bei derartigen Websites auch eine übergeordnete Rolle.

Wer hingegen über Videospiele schreibt, Smartphones vergleicht oder auf seiner Website Brettspiele testet, benötigt in Sachen E-A-T wohl keine höchsten Standards. Demnach ist es Google vor allem wichtig, dass heikle Informationen immer auch mit viel Autorität und Wissen präsentiert werden. Möglichst transparent, offen und seriös.

4. E-A-T steht in direkter Verbindung mit Autoreninformationen

Seit das Thema E-A-T hochgekommen ist, finden sich plötzlich auf jeder Website ausführliche Autoreninformationen, also Boxen mit Bildern der Schreiberlinge und so weiter. Doch das hat per se nichts mit E-A-T zu tun. Google kann und will nicht alle Autoren tracken und bewerten, es würde auch nur bedingt Sinn ergeben.

Auf der anderen Seite gibt es jedoch Persönlichkeiten, die jeder kennt. Die auch Google kennt. Autoren, die über einen sogenannten Knowledge Graph verfügen. Also einer Namensbox direkt innerhalb der Suchmaschine, in denen Werke der Autoren entsprechend vermerkt und verlinkt sind.

Google geht es auf den Autorenseiten allerdings eher um Referenzen. Was zeichnet den Autor oder die Autoren aus? Wo haben sie gearbeitet und geschrieben? Solche Quellen sind wichtiger als die Person selbst.

Es geht also eher um Taten, die belegbar und verlinkbar sind, als um reine Autoreninformationen. Demnach bringt es aus nichts, überlange Autorenbeschreibungen zu veröffentlichen.

5. E-A-T ist ein Algorithmus

Am Ende noch etwas ganz Wichtiges: E-A-T ist keine Punktzahl, die es zu erreichen gilt und auch kein Algorithmus. Es ist kein automatischer Faktor, den Google sofort erkennt und automatisch einstufen kann. Bei E-A-T geht es, ganz grob gesagt, wirklich nur um das grundsätzliche Vertrauen in eine Publikation.

Da Google auch menschliche Tester einsetzt, ist es sehr wahrscheinlich, dass besonders heikle Seiten entsprechend bewertet werden müssen. Es geht also um Faktoren, die sofort und auf den ersten Blick aufzeigen, ob eine Website vertrauenswürdig ist oder nicht.

Typische Fragen sind dann: Wo ist das Impressum? Wer ist der Autor? Wem gehört die Website? Gehört sie zu einem großen Netzwerk? Wie seriös sind Aufmachung und Technik?

Stellt euch selbst diese Fragen und bearbeitet eure Website so, dass alles sofort klar wird. Google-Tester haben nicht viel Zeit. Entweder eine Website ist auf den ersten Blick vertrauenswürdig und liefert all diese Informationen, möglichst transparent natürlich, oder sie ist es eben nicht und Google setzt kein Vertrauen in sie.

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Optimierung auf E-A-T ist schwierig

Ihr merkt schon, es ist sehr schwer verbindliche Aussagen bezüglich E-A-T zu treffen. Google selbst hat sich in den letzten Jahren sehr oft dazu geäußert und einige Missverständnisse konnten wir hier hoffentlich aus dem Weg räumen. Klar ist aber auch, dass am Ende nur Google weiß, wie es wirklich läuft.

Da Google E-A-T aber kein Rankingfaktor ist, nachdem klassisch und einfach optimiert werden kann und auch keine Punktzahl, die es zu erreichen gilt, hilft es eben nur, sich selbst die Fragen zu stellen, die sich auch Google stellen könnte. Dann gilt es seine eigene Website noch einmal mit anderen Augen zu betrachten. Denn eines ist klar, Google E-A-T ist nach wie vor kein Faktor, der automatisch erfasst wird, sondern einer, für den Benchmarking und menschliche Tests notwendig sind.

Nur wer also transparent, offen und ehrlich mit allen Informationen umgeht, kann etwas in Bezug auf E-A-T erreichen. Es geht nicht um das eine Ding, was nun alle ändern und optimieren müssen. Nicht um die Autorenseite selbst oder per se den Autor. Es geht darum, sich wortwörtlich Kompetenz, Autorität und Vertrauen aufzubauen. Das ist E-A-T!

by A-DIGITAL one

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