Früher war die Sache mit Google noch angenehm einfach. Ein paar Keywords wurden platziert und schon war die eigene Website ganz oben in den Suchergebnissen zu finden. Doch diese Zeiten sind lange vorbei und längst ist nicht mehr nur die Top 3 in den Google-Rankings das angepeilte Ziel, sondern auch der begehrte Platz 0.

Bei dieser Position handelt es sich um ein sogenanntes Featured Snippet. Wann immer Google erkennt, dass für Suchende eine Sofortantwort hilfreich wäre, wird das Featured Snippet ausgespielt. Suchen wir also nach »Wetter Augsburg« zeigt uns Google nicht mehr nur die Links zu einer Wetterseite an, sondern präsentiert uns gleich die Ergebnisse in Form einer Wettervorhersage. Gleiches geschieht bei der Suche nach Promis oder Filmen und auch in vielen anderen Bereichen.

Wann immer es daher geht, versucht Google wichtige Daten direkt auf der eigenen Plattform zu präsentieren. Meist nur als Auszug, doch genau dieser Ausschnitt sorgt dafür, dass ihr ganz oben steht und als Quelle verlinkt werdet. Und zwar über allen anderen Suchergebnissen auf Position 0. Wie das geht? Mit strukturierten Daten natürlich.

Was genau sind strukturierte Daten?

Strukturierte Daten sind das, was Google zu verstehen gibt, worum es sich bei dem jeweiligen Content handelt. Eine Website über Promis strukturiert die Namen, Bilder und Biografien also so, dass sie sortiert und geordnet erscheinen (im HTML-Code). Das Wetter auf Wetterportalen wird ebenfalls auf diese Weise gestaltet und ebenso handhabt es eine Filmseite mit den Filmtiteln und Beschreibungen.

Was strukturiert ist, ergibt immer einen Sinn und ist vorhersehbar. Google versteht deshalb, worum es sich dabei handelt. Außerdem gibt es klare Muster, die immer wieder auftauchen, weshalb solche Inhalte nicht nur in verständlicher Form strukturiert sind, sondern auch stets an den gleichen Stellen erscheinen. Google versteht maschinell gesehen, um was es sich bei dem Content handelt, weil dieser entsprechend ausgezeichnet bzw. im Code markiert worden ist.

Strukturierte Daten bringen also vor allem eines, nämlich die notwendige Struktur, um Informationen für Suchmaschinen lesbar zu gestalten. Denn Google ist zwar clever, braucht aber dennoch klare Strukturen, um fremde Werte zuverlässig nutzen und in der eigenen Suchmaschine anzeigen zu können. Mithilfe der strukturierten Daten erlaubt ihr es Google also eure Inhalte besser zu verstehen, sie gleichzeitig aber auch für eventuelle Featured Snippets verwenden zu können.

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Schema.org für die eigene Website nutzen

Okay, sagt ihr euch nun, was strukturierte Daten sind, ist verstanden, doch welche Struktur herrscht denn dort genau? Da kommt Schema.org ins Spiel, ein Projekt, welches nicht nur von Google, sondern auch anderen Anbietern ins Leben gerufen wurde. Namentlich waren das Google, Bing und Yahoo. Yahoo ist Geschichte und so sind es heute vor allem Google, Microsoft und die russische Suchmaschine Yandex, die das Projekt finanziell unterstützen.

Schema.org kennt dabei eine Vielzahl an Kategorien, die dabei helfen sollen, die Inhalte einer Website entsprechend einzuordnen. Dafür verwendet das Portal die Standards einer Auszeichnungssprache, die dabei besonders einfach zu handhaben ist. Im Grunde stellt Schema.org dabei ein Vokabular zur Verfügung, welches in RDFa, Microdata und JSON-LD gebraucht werden kann, um Teile einer Seite entsprechend auszuzeichnen.

Das wiederum ermöglicht es anderen Plattformen wie Google, diese Daten zu lesen, zu deuten und eventuell für Featured Snippets zu nutzen. Dabei ist Schema.org gerade erst für Covid-19 aktualisiert worden und so kann Google auch diese Zahlen problemlos und direkt innerhalb der Suche wiedergeben, wenn ihr nach Covid-19 Fallzahlen sucht.

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Was bringen strukturierte Daten?

Laut verschiedenen Aussagen sind strukturierte Daten mit Schema.org per se kein Ranking-Faktor für Google. Indirekt könnten sie dennoch entsprechend gewertet werden, weil strukturierte Daten Google dabei helfen, eine Website besser zu verstehen. Versteht Google eure Website, weiß die Suchmaschine, was genau sich dort abspielt. Das wiederum führt zwangsläufig dazu, dass sie die Inhalte einstufen und verwerten kann.

Auch Featured Snippets, die direkt innerhalb der Suche erscheinen, sind abhängig von strukturierten Daten. Hier könnt ihr also im Grunde nur ranken, wenn ihr Google genau sagt, wo die entsprechenden Informationen zu finden sind. Das gilt z. B. auch für Rezepte. Die werden bei Google mit Bild, Bewertung, Zeit und Kalorien etc. in den Suchergebnissen präsentiert und das geht ausschließlich deshalb, weil Schema.org entsprechende Strukturen für Rezepte erlaubt. Diese strukturierten Daten werden dann wiederum von Google ausgelesen, um sie direkt innerhalb der Suche anzuzeigen.

Wirklichen Nutzen hat Schema.org dort, wo es um Personen, Orte, Produkte, Bewertungen, Rezepte und ähnlich klaren Content geht. Der Vorteil ist dabei vor allem aufseiten Google, weil nur so Inhalte direkt in der Suche eingeblendet werden können. Ob das gut oder schlecht ist, darüber sprechen wir im letzten Abschnitt.

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Wie gut ist es, strukturierte Daten bereitzustellen?

Eigentlich ist es gar nicht gut, wenn Google Inhalte von der eigenen Website direkt in der Suchmaschine anzeigen kann. In den letzten Jahren ging Google immer mehr in eine Richtung, in der das Unternehmen zur Konkurrenz für viele Webmaster wurde. Das stellte zuletzt Netdoktor fest. Auch wir hatten schon einen Artikel darüber geschrieben, warum nicht andere Websites, sondern Google der Konkurrent der Zukunft werden wird.

Das Problem dabei ist, dass wir alle ein wenig dem Gruppenzwang unterliegen. Als Unternehmen muss man gewisse Techniken umsetzen, um überhaupt eine Rolle zu spielen. Wer Rezepte ohne strukturierte Daten bereitstellt, geht in der Suche unter, in der alle anderen Ergebnisse mit entsprechenden extra Werten ausgegeben sind. Eine echte Wahl hat also niemand. Das betrifft auch die Featured Snippets. Einige Webmaster hatten zwar festgestellt, dass die Klickraten zum Teil eher gering sind, doch bevor die Konkurrenz den Platz 0 erhält, möchten die meisten sich doch lieber selbst dort platziert sehen.

Das alles ist für Suchende toll, bringt der Website, die die jeweilige Information bereitstellt, allerdings herzlich wenig. Dennoch kann aktuell niemand auf strukturierte Daten verzichten, weil diese zum einen fast alle Konkurrenten nutzen und es zum anderen wichtig ist, den Anschluss nicht zu verlieren. Am Ende dreht sich alles um die größtmögliche Aufmerksamkeit in den SERPs und die gibt es für diejenigen, die am meisten strukturierte Daten bereitstellen, die Google verwenden kann.

In anderen Bereich, in denen es nicht direkt um Content, sondern um Eckdaten geht, macht Schema.org aber viel Sinn. Beispielsweise um Unternehmen mitsamt ihren Informationen (Telefon, Adresse etc.) kennzeichnen zu können oder Produkte gezielt auszuzeichnen. Dort schafft es Google wieder mehr Verständnis und dem eigenen Unternehmen entsprechend mehr Aufmerksamkeit zu vermitteln. Fakt ist und bleibt, dass ohne strukturierte Daten heutzutage gar nichts mehr geht.

Google als Konkurrenz für Websites

by A-DIGITAL one

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