Wenn ein neues Jahr beginnt, verändert sich erst einmal alles. Denn jedes Jahr kommen neue Trends und Techniken hinzu, welche die Gewohnheiten der Nutzer*innen maßgeblich erneuern. Daran müssen Websitebetreiber denken und ihre eigenen Angebote entsprechend aktualisieren. Selbstverständlich nur dann, wenn das auch Sinn ergibt.

Noch besser ist es natürlich, selbst gewisse Trends zu setzen und nicht zu spät aufzuspringen, sondern von Anfang an mit dabei zu sein. In einigen Bereichen solltet ihr zudem eher vorsichtig sein, denn nicht überall ist es sinnvoll, die Trends direkt mitzumachen. Manchmal solltet ihr daher auch einfach verzichten können.

In unserem Beitrag geht es genau darum. Wir nennen euch die Trends und Techniken für das Jahr 2021 und geben Tipps sowie Warnhinweise diesbezüglich. Was lohnt sich und was eher nicht? Seid gespannt auf viele interessante Anmerkungen.

Neumorphismus

Der Neumorphismus ist eine Designrichtung, die oft als Soft-UI bezeichnet wird und bereits 2020 zu einem Trend wurde. Allerdings einem Trend, der sehr langsam voranschreitet, weshalb Neumorphismus auch 2021 immer noch ganz oben mit auf der Liste der Trends steht. Dabei geht es in erster Linie darum, ein weiches, haptisch wirkendes Interface zu erzeugen. Mit Schatten wird ein Objekt nicht nur vom Hintergrund abgehoben, sondern derart weich platziert, dass es aussieht, als würde es aus diesem herauswachsen.

Oft geht es darum, möglichst clean zu wirken und keine Farben einzusetzen. Die weiße Box hebt sich vom weißen Hintergrund beim Neumorphismus also nur durch den Schatten ab. Das ist aber nicht mal eben gemacht und erfordert mitunter extrem viel Aufwand und den Einsatz verschiedener Schatten, die alle in Perfektion aufeinander abgestimmt werden müssen, damit der Neumorphismus überhaupt seine Wirkung entfaltet.

Ist Neumorphismus schlecht oder zu hastig umgesetzt, wirkt er sofort billig, unpassend und alles andere als schön. Wie es in Perfektion aussieht, zeigt dieses Bild.

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Stockfotos

Authentizität ist ein großes Thema geworden, das 2021 weiter an Bedeutung gewinnen wird. Die Menschen sind es leid, idealisierte Werbung zu betrachten und Bilder zu sehen, die rein gar nichts mit der Realität gemeinsam haben. Es gibt sicherlich auch heute noch Ausnahmen, doch gerade Stockfotos sind nicht länger empfehlenswert. Echte Fotos sind der Trend, der 2021 durchstarten wird.

Immer mehr Firmen und Start-ups setzen daher auf selbst erstellte Bilder. Ob die von einem Fotografen oder einem talentierten Mitarbeiter erstellt wurden, ist erst einmal egal, denn die Fotos müssen gar nicht perfekt sein. Es geht eher darum unperfekt zu sein. Das haben auch immer mehr Unternehmen verstanden. Das Dargestellte sollte in erster Linie authentisch wirken, die Werbung wird subtiler.

Dies gilt dabei nicht nur für die eigene Website, sondern auch für Social Media. 2021 müssen Unternehmen endlich damit aufhören, irgendwelche 08/15 Bilder zu posten und echte Fotos aus dem wahren Leben veröffentlichen. Das heißt nicht, dass diese unbearbeitet sind oder mit dem iPhone gemacht wurden. Es geht eher darum, weg von den aalglatten Werbefotografien hin zu etwas mehr Realität zu kommen.

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3D-Grafiken

Noch etwas wird 2021 zum Trend werden. Die Rede ist von 3D-Grafiken, die direkt innerhalb einer Website platziert werden. Dafür ist heutzutage auch kein GIF oder APNG mehr notwendig. Gemeint sind also wirklich die 3D-Designs, die sich nahtlos in die eigene Website integrieren lassen.

Egal wie ihr es technisch realisiert, 3D-Grafiken sind gerade bei Produkten ein großer Trend geworden, der sich weiter ausbreiten wird. Weil der Artikel dadurch viel greifbarer wird. Sehr gut umgesetzt hat das Panic für ihre Play Date Konsole oder ihre App Transmit, wo einfach das Icon in 3D rotiert wird. Toll gemacht und clever mit dem eigenen Webdesign kombiniert. Gefällt uns sehr gut.

Interessant wäre noch, solche 3D-Grafiken mit dem Neumorphismus zu verbinden. Das könnte geniale Ergebnisse bringen, auch wenn das Design dadurch natürlich abermals deutlich aufwendiger wird.

SVG überall

Spätestens seit die Browser endlich alle SVG Favicons unterstützen, gibt es keinen Grund mehr, nicht auf SVG zu setzen. Wann immer es also um Grafiken geht, die skalieren oder bei denen klar ist, dass sie nicht zwangsweise als JPG, PNG oder AVIF angelegt werden müssen, ist SVG die erste Wahl. Ein notwendiger Trend, der in diesem Jahr gleichzeitig zum Standard werden wird.

Bildformate der Zukunft

Nachhaltigkeit

Für viele kein neuer Trend, aber irgendwie dann schon. Gerade die junge Generation ist sehr bedacht auf den Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Die Fridays for Future kamen schließlich nicht von ungefähr. Wer nicht alt und fossil erscheinen möchte, sollte sich als Unternehmen daher Gedanken um die Nachhaltigkeit machen. Greenwashing wird dabei aber längst durchschaut. Entweder ihr meint es ernst oder eben nicht.

Berichte über die Nachhaltigkeit im eigenen Unternehmen kommen bei der entsprechenden Zielgruppe gut an und werden durchaus bei Entscheidungen berücksichtigt. Je nach Größe des Unternehmens gibt es auch verschiedene Zertifizierungen. Die Tierschutzorganisation Peta bietet beispielsweise ihr Label PETA-Approved für Mode und Kosmetik an. Banken wie Tomorrow lassen sich im B Corp-Netzwerk verifizieren und so weiter.

Grün sein ist schön und gut, doch Verbraucher*innen fordern inzwischen häufig auch Beweise, die über solche Labels problemlos realisiert werden können. Ein sinnvoller und wichtiger Trend, wie wir finden.

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Dark Mode

Kein echter Trend mehr, dafür eine Pflicht, ist der Dark Mode für Apps und Websites. Seit es auf iPhone nativ möglichst ist, im Dark Mode automatisch auch den Dark Mode einer Website anzuzeigen, ist dieser ein Pflichtprogramm für jeden geworden, der eine Website betreibt. Wer ihn noch nicht hat, sollte ihn schnellstmöglich umsetzen, damit Nutzer*innen in Zukunft selbst entscheiden können, ob sie die helle oder dunkle Version bevorzugen.

Autorität

Es gab eine Zeit, da konnte jeder über alles schreiben. Diese Zeit ist vorbei. Google setzt mit E-A-T gnadenlos auf die Autorität der Autoren. Wer sich in einem Themengebiet nicht auskennt, sollte auch nicht darüber schreiben. Zudem müssen Quellen sauber verlinkt werden, gerade wenn ihr nicht selbst die Quelle seid. Es gibt noch einiges mehr zum Thema E-A-T zu beachten und auch ein paar gängige Missverständnisse. Aber das erklären wir euch in unserem Beitrag 5 SEO-Tipps für 2021, der ebenfalls äußerst lesenswert ist.

Nicht jeder Trend ist für jeden geeignet

Ganz wichtig zu erwähnen ist am Ende noch, dass nicht jeder Trend für jedes Unternehmen geeignet ist. Nehmen wir den Neumorphismus. Ein spannender Trend, mit einer neuartigen Art zu designen. Doch Neumorphismus ist aufwendig, braucht Designer mit viel Erfahrung, wirkt sofort billig, wenn er nicht professionell umgesetzt wird. Oder anders gesagt: Das ist nichts für kleine Unternehmen. Allgemein ist Neumorphismus nur dann sinnvoll, wenn ihr öfter das Design wechselt und gerne up to date erscheinen möchtet. Ein Designer oder eine Agentur könnte mit Neumorphismus also punkten, eine kleine Website eher weniger.

Gleiches gilt bei der Nachhaltigkeit. Wer nicht aus Überzeugung nachhaltig ist, sollte nicht versuchen, in irgendeiner weise Grün zu wirken. Nicht nur, dass diejenigen, die darauf achten, ein sehr genaues Auge für so etwas haben, auch wird es einem Unternehmen eher schaden, wenn es die eigene Nachhaltigkeit nicht wirklich ernst nimmt. Zum Beispiel durch negative Berichte oder dem Vorwurf von Greenwashing.

Andere Trends wie der Dark Mode oder die Konzentration auf Inhalte, die von Autoritäten eingekauft werden, sind hingegen sehr schnell und einfach umzusetzen und auch SVGs sollten sich auf jeder Website wiederfinden. Welcher Trend zu euch passt, müsst ihr dabei selbst entscheiden und dann abwägen, ob es Sinn ergibt, diesen Trend mit dem eigenen Business mitzugehen oder eben nicht.

by A-DIGITAL one

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