Es kann heutzutage mitunter schwierig sein, von Google wahrgenommen zu werden. Bei der schier endlosen Anzahl an Websites, welche die Suchmaschine indexiert, kommt es immer häufiger vor, dass bestimmte Seiten kein großes Interesse mehr wecken. Google scheint sich die Frage zu stellen: »Muss ich das wirklich indexieren oder gibt es nicht schon genug zu diesem Thema?« Eine Frage, die gerade für kleine und mittelständische Unternehmen entscheidend sein kann.

In unserem heutigen Artikel soll es um die verschiedenen Gründe gehen, die dafür verantwortlich sein können, dass eure Website nicht in den Rankings bei Google auftaucht. Denn es kann durchaus vorkommen, dass die mühsam erstellte und perfekt optimierte Website einfach nicht bei Google erscheinen will. Wir haben typische Gründe gefunden und erklären, wie ihr eventuelle Probleme beheben könnt, um doch noch ein Ranking zu erzielen.

1. Website ist noch zu neu

Der häufigste Grund, warum die eigene Website nicht bei Google erscheint, ist der, dass diese einfach noch zu neu ist. Google lässt sich inzwischen viel Zeit mit der Indexierung. Im Grunde wird jede Website erst einmal genaustens analysiert und beobachtet, bevor sie überhaupt ranken kann. Gerade Top-Positionen sind ebenfalls nicht ohne Weiteres möglich. Die Suchmaschine versucht nichts mehr in den Top 10 anzuzeigen, was nicht absolut vertrauenswürdig ist. Hinzu kommt, dass es dort schon mehr als genug gibt.

Lösung: Abwarten. Es kann je nach Website Tage, Wochen und sogar Monate dauern, bevor diese in den Suchergebnissen auftaucht. Das ist ärgerlich, lässt sich aber nicht vermeiden. Ein Versuch ist es noch wert, die manuelle Indexierung über die Search Console anzustoßen. Das macht Google zumindest erneut auf die Website aufmerksam.

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2. Domain mit manueller Abstrafung

Es kann vorkommen, dass eure Domain eine manuelle Abstrafung erhalten hat. Entweder aufgrund von Blackhat SEO oder einfach, weil es sich um eine Expired Domain handelt, die Google noch nicht neu bewertet hat, bzw. die früher einmal unseriös betrieben wurde. Manuelle Abstrafungen sorgen dafür, dass ihr gar nicht mehr oder zumindest derart schlecht rankt, dass ein Erfolg in weite Ferne rückt. Google vertraut euch nicht länger.

Lösung: Manuelle Abstrafungen sind hart. Wird eine Domain von Google abgestraft, macht es meist mehr Sinn, ein neues Projekt mit einer frischen Domain zu starten. Es gab mal einen großen Shop für Möbel, der viel Zeit und Geld investieren musste und dennoch zwei Jahre brauchte, bevor die Abstrafung aufgehoben wurde und es wieder bergauf ging. Solche Maßnahmen von Google werden inzwischen übrigens in der Search Console angezeigt.

3. Versehentlich auf »noindex« gestellt

Auch das kommt häufiger vor als ihr denkt. In einigen Content-Management-Systemen reicht schon ein kleiner Haken, um die Indexierung per »noindex« zu verbieten. Dann könnt ihr machen, was ihr wollt, Google wird eure Website nicht indexieren, da ihr die Indexierung offensichtlich verhindern wollt.

Lösung: Sucht im Quellcode nach einem Eintrag »noindex« und ändert diesen auf »index«. In eurem CMS heißt die Funktion anders. Bei WordPress versteckt sich in den Einstellungen unter »Lesen« beispielsweise die Option »Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren«.

4. Zu viele technische Probleme

Ein paar Probleme in Sachen Technik sind nicht weiter schlimm. Eine Vielzahl allerdings schon. Google mag keine Seiten, die technisch unsauber, unsicher oder problematisch sind und wird diese dann unter Umständen gar nicht erst indexieren. Auch kann beispielsweise eine falsch eingestellte Firewall dafür sorgen, dass der Google Bot ausgeschlossen wird.

Lösung: Sorgt für eine saubere Technik und stellt sicher, dass eure Firewall keine wichtigen Bots von Google blockiert.

WordPress Security Plugins
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5. Miserable Link-Struktur

Ist die Link-Struktur der eigenen Website zweifelhafter Herkunft oder miserabel, kann es sein, dass Google dies als Problem betrachtet und auf eine Indexierung verzichtet. Selbiges muss nicht immer die ganze Website betreffen, sondern kann auch nur einzelne Seiten beeinflussen. Oft vergessen wird dabei, dass nicht nur Backlinks entscheidend sind, sondern auch die Ankertexte sowie ein gesunder dofollow/nofollow Mix. Ebenso gerne ignoriert wird, dass auch interne Links für Google wichtig sind.

Lösung: Bringt am besten etwas Ordnung in die Link-Struktur eurer Website. Spamlinks müssen weg und beim Linkaufbau ist nicht nur dofollow wichtig, sondern auch ein natürliches Linkprofil und entsprechende Ankertexte. Auch interne Links solltet ihr gezielt setzen und aufbauen, um die Indexierung der einzelnen Seiten zu verbessern.

6. Content ist schlecht

Es klingt ganz einfach: Hochwertiger Content wird immer gut ranken und schnell indexiert werden. Tatsächlich ist das auch der Fall. Betrachtet Google eure Website als wichtig und hochwertig, setzt die Suchmaschine alles daran, selbst kleinste Änderungen nachvollziehen zu können und entsprechend schnell zu indexieren. Doch was ist guter und was schlechter Content? Vor allem zu kurze, lieblose Artikel ohne Quellenangabe sind negativ zu betrachten. Autoren sollten eine Reputation besitzen und grobe Fehler müssen vermieden werden.

Lösung: Spätestens seit dem Google E-A-T Update spielen auch die Autoren eine größere Rolle, ebenso wie die Reputation der gesamten Website. Dazu gehört es auch, Quellen für Artikel sauber zu verlinken. Google möchte das und belohnt dies, auch wenn viele unerklärlicherweise Angst vor solch fairen Verlinkungen haben. Scheut euch nicht davor, sondern stellt klar, wo bestimmte Informationen herkommen. Ein paar weiterführende Tipps findet ihr hier.

7. Überoptimierte Inhalte

Ist euer Content überoptimiert, ist das ebenso wenig hilfreich für die Indexierung seitens Google. Die Suchmaschine mag es gar nicht, wenn Keyword Stuffing betrieben wird oder der gesamte Inhalt nur an SEO-Werte angepasst erscheint. Optimierung ist gut, es zu übertreiben jedoch nicht.

Lösung: Optimieren ist gut, überoptimieren nicht. Sagt euch immer wieder selbst, dass eure Website von einem Menschen gelesen werden muss. Wenn der dort keine Freude hat, erkennt Google das sehr schnell und straft euch dafür ab.

8. Falsche Keywords ausgewählt

Typisch ist auch, dass falsche Keywords ausgewählt werden, die eine viel zu hohe Konkurrenz besitzen. Wenn unzählige Mitbewerber es bereits besser machen, dauert es sehr lange, bis Google euch überhaupt wahrnimmt. Kommt der Tag und Google stellt dann fest, dass ihr nichts anders oder besser macht, kann es sein, dass ihr gar nicht erst positioniert werdet.

Lösung: Hauptkeywords sind nur mit viel Geld und SEO-Arbeit zu erreichen und selbst dann auch nur für Profis in diesem Bereich. Kleine und mittelständische Unternehmen sollten sich auf Longtails und Phrasen konzentrieren. Dort werden sie schneller indexiert, ranken und erhalten direkte Erfolge für ihre Mühe.

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9. Core Web Vitals missachtet

Schon einmal von den Core Web Vitals gehört? Wenn nicht, schaut schnell in unseren Artikel dazu. Die Core Web Vitals sind für Google sehr wichtig geworden und wer hier schlechte Werte aufweist, wird konsequent benachteiligt. Google versucht das Design und die Nutzererfahrung messbar zu machen und zieht dadurch Schlüsse auf die Qualität der Website selbst.

Lösung: Achtet darauf, dass die Core Web Vitals alle im grünen Bereich sind. Zumindest für die wichtigsten Seiten. Gelingt euch das nicht, dürfen sie auf gar keinen Fall im roten Bereich landen. In der Search Console könnt ihr euch die Werte anzeigen lassen, ebenso wie bei Pagespeed und im Chrome Browser via Lighthouse.

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10. Meta-Daten sind spammig

Oft unterschätzt und dennoch manchmal der Grund dafür, warum Google eine Website nicht vollständig indexiert, sind die Meta-Daten. Egal ob es um Title, Description oder etwas anderes geht, sind die Meta-Angaben zu spammig, ist das ein Problem. Im besten Fall ignoriert Google diese und wählt sie selbst.

Lösung: Achtet auch hier darauf, keine Überoptimierung vorzunehmen. Es soll echte Menschen anlocken, nicht nur der Suchmaschine gefallen.

11. Zu viel Werbung oder Affiliatelinks

Affiliatelinks sind okay. Zu viele davon, die zu prominent platziert werden, könnten aber ein Problem sein. Auch Werbung, die den sichtbaren Bereich verschiebt, nachlädt oder sich unangenehm öffnet und über den Content legt, mag Google nicht mehr.

Lösung: Wer Werbung und Affiliatelinks einbaut, muss darauf achten, dass dies nicht übertrieben wird. Ein paar Links sind okay und zwei, drei Werbebanner ebenso. Ist aber die gesamte Website voll damit und geht es nur noch darum, ist das keine Seite, die Google den Suchenden anzeigen möchte.

12. Duplicate Content auf der Website

Jetzt kommen wir zu einem heiklen Thema. Duplicate Content und Probleme mit dem Canonical-Tag sind recht häufig zu finden. Das kann daran liegen, dass euer CMS durch Tags, Kategorien etc. automatisch für Duplikate sorgt, oft sind es aber nur ähnliche Inhalte. Gerade bei Websites mit viel thematischer Konkurrenz kommt es immer wieder vor, dass Google diese als Kopie bewertet und dann den gesetzten Canonical-Tag beanstandet, weshalb auf eine Indexierung verzichtet wird.

Lösung: Achtet darauf, dass kein automatischer Duplicate Content via CMS erzeugt wird. Eure eigenen Inhalte sollten sich zudem immer von anderen Angeboten abheben. Tun sie dies nicht, hilft es die Quelle zu verlinken. Ähnelt Content sich zu stark, kann Google entscheiden, dass es sich um eine Kopie handelt. Achtet also auf die Einzigartigkeit eurer Inhalte.

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Langfristige Erfolge sind das Ziel

Der letzte Punkt ist gleichzeitig etwas, was als universelle Weisheit für gute Rankings betrachtet werden kann. Einzigartigkeit! Genau diese ist wichtig, um aus dem Dschungel der viel zu vielen Websites hervorzustechen. Das wiederum ist bedeutend, damit Google euch als prominent genug wahrnimmt, ganz oben mitzuspielen. Wer nicht einzigartig ist, rankt also auch nicht.

Auf der anderen Seite dürft ihr eure Website niemals überoptimieren oder Spam betreiben, um vermeintlich schnelle Erfolge zu erzielen. Den gibt es sowieso nicht mehr. Alles bei Google dauert inzwischen sehr lange und auch die Indexierung neuer Inhalte kann im schlimmsten Fall Monate beanspruchen.

Wichtig ist, dass ihr euch von solchen Schwierigkeiten nicht unterkriegen lasst. Arbeitet beständig an der Qualität eurer Website und behaltet diese im Fokus. Es geht bei Google nicht um schnelle, sondern langfristige Erfolge.

by A-DIGITAL one

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