Jeder braucht ab und zu ein bisschen Urlaub. Mal handelt es sich dabei um ein verlängertes Wochenende, mal um eine ganze Woche Auszeit. Manchmal geht es sogar ein wenig weiter über den Horizont, sodass ihr für zwei oder gar drei Wochen unterwegs seid. Doch was genau passiert währenddessen mit eurer Website oder eurem Blog?

Viele haben förmlich Angst davor, sich einfach mal ein paar Tage freizunehmen. Wer keinen Admin hat, der sich um die Website kümmert, muss Wartungsarbeiten schließlich selbst erledigen. Wenn im Urlaub dann ein Update erscheint, während ihr am Strand in der Sonne liegt, kann das mitunter problematisch werden. Schließlich bleibt die Welt nicht einfach stehen, nur weil ihr ein wenig länger unterwegs seid.

Heute möchten wir euch aufzeigen, wie ihr eure Website auf so einen Urlaub vorbereiten könnt und was es dabei zu beachten gibt. Welche Maßnahmen müssen getroffen werden und wie lässt sich ein Totalausfall der Seite verhindern? Im Artikel zeigen wir euch Möglichkeiten und Strategien, eure Website auch von unterwegs aus zu verwalten.

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Artikel vorbereiten und einplanen

Eine Sache, die enorm wichtig erscheint, gerade für Blogs, ist die Planung der Inhalte. Das hängt vor allem damit zusammen, dass Google vieles mag, nur keine Inaktivität. Eure Besucher*innen übrigens auch nicht. Gerade wenn ihr bereits eine größere Anzahl an Stammleser*innen habt, wird regelrecht erwartet, dass regelmäßig neuer Content erscheint.

In WordPress und anderen Content Management Systemen ist die Vorausplanung von Inhalten glücklicherweise kein allzu großes Problem mehr. Dazu reicht es oft aus, einen Entwurf anzulegen und diesen dann entsprechend mit Zeitangaben für die Veröffentlichung zu versehen. Das geht mit wenigen Klicks und ist daher keine große Sache.

Die Inhalte selbst erfordern vorab ein gewisses Maß an Mehrarbeit. Bedeutet im Klartext: Ihr müsst einige Artikel zusätzlich schreiben. Oder aber vor eurem Urlaub bereits bewusst etwas weniger veröffentlichen, um einige der schon erstellten Beiträge für den Urlaub einplanen zu können.

Je nach Professionalität werden Inhalte sowieso für zwei bis vier Wochen im Voraus geplant. Schließlich kann immer mal jemand krank werden oder anderweitig ausfallen. Das Leben hält allgemein genügend Überraschungen parat, die dafür sorgen können, dass ihr für ein paar Tage nicht wie gewohnt arbeiten könnt. Ob das nun ein Urlaub, eine Krankheit oder ein Trauerfall ist, spielt letztlich keine allzu große Rolle.

Automatische Updates deaktivieren

Die automatischen Updates (z. B. von WordPress oder anderen Content Management Systemen) sind überaus praktisch. In der Regel geschehen sie über Nacht und erfordern keinerlei Eingriff mehr. Es funktioniert einfach. Jedenfalls in der Theorie, denn wir haben schon mehr als einmal erlebt, dass ein Update fehlschlug oder sogar die gesamte Website lahmlegte.

Um das zu verhindern, würden wir euch dazu raten, die automatischen Updates während eurer Abwesenheit unbedingt zu deaktivieren. Das bedeutet zwar, dass eventuelle Sicherheitslücken, die mit dem Update behoben werden, kurzfristig nicht gefixt werden können, es verhindert aber auch Fehler bei den Aktualisierungen, die oft weitaus schlimmer für den Betrieb einer Website sind.

Uptime unterwegs abrufen

Ziemlich wichtig und auch praktisch, übrigens nicht nur im Urlaub, ist das sogenannte Uptime Monitoring. Dienste wie Uptime Robot oder Uptime sind dazu gedacht, in regelmäßigen Abständen zu überprüfen, ob eure Website vollständig und korrekt erreichbar ist. Sie automatisieren also den Prozess und schlagen Alarm, falls etwas nicht stimmt, es zu Verzögerungen oder Einbrüchen bei der Performance kommt.

Im Alltag sind solche Dienste sehr hilfreich, um Ausfälle zu vermeiden und Lastspitzen zu erkennen. Kommt es beispielsweise immer zu bestimmten Uhrzeiten, zu Einbrüchen oder einer Unerreichbarkeit, wird dies frühzeitig erkannt, kann analysiert und anschließend behoben werden.

Im Urlaub hilft das Monitoring dabei, sofort benachrichtigt zu werden, wenn die Website down ist. So werdet ihr informiert, auch wenn ihr selbst gerade gar nicht online seid.

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Zugang via Smartphone testen

Im Urlaub ebenfalls von besonderer Bedeutung, ist das Smartphone. Da wir heutzutage alle einen kleinen Computer in der Tasche haben, ist es gar nicht schwer, von unterwegs aus auf laufende Systeme zuzugreifen. Wer sein Smarthome via Handy kontrolliert, kann bestimmt auch seine Website via Smartphone verwalten.

Natürlich ist das alles andere als ideal oder praktisch, doch es hilft dabei, in den Urlaubsmodus zu schalten und nicht ständig den Computer starten zu müssen. Wir raten euch, Apps wie WordPress oder Online-Zugänge vorab am Smartphone zu testen und auszuprobieren. Gerade Web-Zugänge sind oft nicht responsive oder nicht allzu sehr darauf ausgelegt, via Smartphone bedient zu werden. Da ist es clever, das Ganze vorab bereits ein paarmal getestet zu haben. Wer das System nämlich schon kennt, muss im Notfall nicht lange suchen.

Notfallplan bereithalten

Besonders wichtig empfinden wir es, einen Notfallplan parat zu haben. Was geschieht, wenn eure Website wirklich zusammenbricht, down ist, ein Artikel nicht wie geplant veröffentlicht wird oder es Angriffe auf den Server gibt? Wir wissen doch alle, dass so etwas immer dann passiert, wenn wir uns nicht darum kümmern können. Der Urlaub ist also prädestiniert für Ausfälle und Probleme, die vorher noch gar nicht vorhanden waren.

Für den Notfall solltet ihr euch daher schon das ein oder andere zurechtgelegt haben. Wichtige Links müssen gespeichert sein, ein Computer muss auch im Urlaub bereitstehen und vielleicht habt ihr sogar einen Kontakt, den ihr im Notfall benachrichtigen könnt, damit er euch zur Seite steht.

Profi oder Freelancer beauftragen

Freelancer zu haben, die euch im Urlaub zur Seite stehen, ist durchaus von Vorteil. Am besten ist, wenn diese auch bereits vorab Aufgaben für euch übernommen haben. Dann nämlich kennen sie euer System, die Umgebung und hatten bereits Zugriff, müssen sich also nicht erst umständlich einarbeiten oder nachfragen.

Um externe Helfer*innen Zugriff zu gewähren, empfehlen sich unter WordPress unter anderem Plugins wie der User Role Editor. Damit legt ihr Rechte für bestimmte Benutzer*innen fest, die dann einen entsprechend umfangreichen Zugriff erhalten, ohne gleich Admin mit Vollzugriff sein zu müssen.

Autoresponder für Mails einrichten

Wer im Urlaub ist, kann in der Regel nicht zeitnah auf E-Mails antworten oder Anfragen bearbeiten. Kein Problem, denn dafür gibt es sogenannte Autoresponder. Die werden einmal angelegt und senden dann sofort eine E-Mail als Antwort raus. Oft sind das ganz einfach Abwesenheitsnotizen, damit euer Gegenüber weiß, dass die Rückmeldung etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen wird.

Wie genau eine automatische Antwort realisiert werden kann, hängt vom jeweiligen Provider ab. Via E-Mail ist der Autoresponder meist sehr einfach einzurichten. Wird ein Plugin für WordPress verwendet, also beispielsweise ein Kontaktformular, gibt es eventuell eine derartige Funktion oder ein Add-on, welches den Autoresponder hinzufügt.

Backups, Backups, Backups

Egal ob Urlaub, Feierabend oder Krankheit, mit einem Backup in der Hinterhand schläft es sich deutlich besser. Wir raten daher auch hier wieder ein entsprechendes Backup anzulegen. Am besten ist es, wenn die Backups ebenfalls automatisch ablaufen und täglich, eventuell sogar mehrmals täglich, den aktuellen Ist-Zustand eurer Website abbilden. Dann kann, egal was passiert, alles wieder so hergestellt werden, wie es einmal war.

Bei den Intervallen der Backups kommt es allerdings stark darauf an, wie viel auf eurer Website los ist. Handelt es sich lediglich um eine Unternehmensseite, auf der sich nur selten etwas ändert, braucht es auch keine täglichen Backups. Geht es hingegen um einen Blog, auf dem ständig neue Kommentare und Artikel erscheinen, helfen regelmäßige Backups vor einem Datenverlust oder größeren SEO-Schaden.

Entspannt euch und genießt den Ausblick

Wer im Urlaub ist, möchte sich entspannen. Wenn ihr gerade am Strand liegt, einen Cocktail schlürft, ein paar Früchte knabbert oder überlegt, ob ihr gleich noch schwimmen geht, ist das Letzte, was ihr wollt, den Computer aufzuklappen, um zu arbeiten. Ihr seid im Urlaub, die Mails und der Verwaltungskram haben hier nichts zu suchen.

Damit das gelingt, bedarf es einer gewissen Vorausplanung. Dabei geht es aber nicht nur darum, dass Inhalte während eurer Abwesenheit erscheinen, sondern darum, auf einen tatsächlichen Notfall vorbereitet zu sein. Wer nicht zu Hause ist, hat normalerweise auch nicht alle Mittel zur Verfügung, die er daheim hat und muss umdenken oder eben vorausschauend planen.

Sorgt also für eine gewisse Automatisierung der Aufgaben, damit ihr euch im Urlaub Erinnerungen schaffen könnt, statt die ganze Zeit an die Arbeit denken zu müssen. Wir hoffen, dass unsere Hinweise euch dabei geholfen haben, einen Plan für den nächsten Ausflug oder Urlaub zu entwickeln.

by A-DIGITAL one

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