CTR bedeutet nichts anderes als Click Through Rate, also auf Deutsch so etwas wie Klickrate. Dabei geht es um die Klicks, die jedes einzelne Suchergebnis in der Google-Suche für sich beanspruchen kann. Die CTR ist dabei ein gar nicht so unwichtiger Wert, denn in gewisserweise sagt sie aus, wie gut das Snippet bei Google funktioniert. Auch für Google selbst dürfte sie von Bedeutung sein, denn Ergebnisse, die häufiger geklickt werden, sind theoretisch natürlich deutlich wichtiger.

Vor vielen Jahren machte ein amerikanisches SEO-Unternehmen auf Vorträgen immer gerne einen Test. Alle Teilnehmer sollten ihr mobiles Internet aktivieren, Google aufrufen und dort einen bestimmten Suchbegriff eingeben. Dann sollten alle genau auf dasselbe Ergebnis in den Rankings klicken. Das Resultat war jedes Mal, dass diese eine Website, die alle anklickten, kurze Zeit später in den SERPs nach oben rutschte.

Die Click Through Rate ist darum nicht nur wichtig, weil sie euch mehr Klicks und somit mehr Besucher bringt, sie scheint auch einen Faktor in Bezug auf das Ranking, also die Platzierung der eigenen Website bei Google zu haben. Wie ihr sie optimieren und damit die Klickraten steigern könnt, möchten wir euch nun ein wenig genauer erklären.

CTR-Optimierung: So steigert ihr die Klickraten bei Google 1

CTR herausfinden und analysieren

Die Click Through Rate ist ganz einfach zu finden, denn Google selbst verrät sie euch in den Webmaster Tools bzw. der Google Search Console, wie sie heute heißt. In dem Bericht zur Leistung der eigenen Website wird direkt oben die durchschnittliche CTR und die durchschnittliche Position wiedergegeben.

Wer es genauer wissen möchte, findet darunter die einzelnen Seiten seiner Website mit den entsprechenden Klicks, kann diese noch weiter filtern und nach CTR und anderen Faktoren sortieren. Das geht ganz einfach und auch SEO-Tools greifen auf die API von Google zurück, zeigen solche Werte aber meist noch etwas detaillierter an.

Wichtig sind hierbei die Seiten, die hohe Impressionen, gleichzeitig jedoch nur eine äußerst geringe CTR aufweisen. Auch wenn Websites bei Google in den Top 10 sind, aber dennoch eine eher geringe CTR besitzen, stimmt oft etwas nicht. Hier sollte optimiert werden.

Wichtig ist, dass die CTR immer individuell zu handhaben ist, da sich Klickraten, je nach verwendetem Suchbegriff, stark voneinander unterscheiden können und auch die Position eine Rolle spielt. Wenn in Google eine Answer Box oder Ähnliches ausgegeben wird, hat dies natürlich ebenso einen Einfluss darauf, wie hoch die CTR aller anderen Suchergebnisse ausfällt.

Die perfekte CTR gibt es deshalb auch gar nicht. Vielmehr geht es darum, immer das Bestmögliche aus jedem Snippet herauszuholen, um bei Google entsprechend gut geklickt zu werden. Wer viele Impressionen hat, aber nur eine äußerst geringe CTR für den Suchbegriff verzeichnen kann, der sollte sein Ergebnis daher noch einmal stark optmieren.

CTR-Optimierung und Feinschliff

Optimiert wird die Click Through Rate immer über die Snippets. Also die Meta-Tags mit der Description und den Title-Tag für die jeweilige Seite. Oft ist es so, dass hier stets die gleiche Struktur verfolgt wird. Egal wie diese aussieht, sie unterscheidet sich nicht, wird immer nach dem identischen Schema verfasst.

Das Problem dabei ist, dass jedes Suchergebnis oft auch seine eigene kleine Zielgruppe hat. Wenn ich einen Kochblog führe und dann mit einem Rezept für Fleisch ranke, geht es sehr wahrscheinlich vor allem darum, wie das Fleisch möglichst zart und saftig bleibt. Ranke ich nun aber für ein veganes Schnitzel, geht es vermutlich eher um verschiedene Alternativen, und zwar möglichst viele, damit jeder das für ihn passende findet. Und weil diese Alternativen oft gar nicht so lecker sind und viele Veganer das wissen, spielt auch der Geschmack eine entscheidende Rolle, sollte also ebenso erwähnt werden. Der Title könnte dann folgendermaßen aussehen:

»4 Vegane Schnitzel-Alternativen – superschnell und superlecker«

Das ist nur ein schnelles und sehr undurchdachtes Beispiel, aber auch mit Klammern und Zusatzinformationen ist es möglich, die Klickrate, also die CTR zu steigern. Hier ist es der Hinweis auf den Geschmack enthalten, andere könnten so aussehen:

»4 Vegane Schnitzel-Alternativen (inkl. Kochvideo)«

»4 Vegane Schnitzel-Alternativen (Unsere Empfehlungen)«

»4 Vegane Schnitzel-Alternativen (Top-Produkte 2020)«

Ein Video im Title könnte zum Beispiel diejenigen anziehen, die es direkt sehen und vor Augen haben möchten, die nicht gerne lesen. Eine Empfehlung hingegen kann wichtig sein, weil sich manche lieber auf persönliche Tipps verlassen. Die Jahreszahl allerdings ist von Bedeutung, weil viele Artikel in den Google-Suchergebnissen veraltet sind und nicht mehr aktualisiert werden. Der Hinweis auf die Aktualität kann also schon automatisch zum Klick führen.

Mit jeder noch so kleinen Änderung könnt ihr dafür sorgen, dass die CTR nach oben geht. Oft sind es einzelne Stichwörter, die unglaublich viel bei der jeweiligen Zielgruppe bewirken können. Diese gilt es, genau wie übrigens die Suchintention, exakt zu kennen und zu verstehen, um dann den Title und die Description an sie anpassen zu können.

Testen, ändern, testen, ändern

Google verändert sich beständig und auch Suchintentionen für einzelne Begriffe können sich saisonal oder gar dauerhaft ändern. Ein direktes Testing ist nicht möglich, wohl aber die einzelnen Zahlen im Auge zu behalten. So kommt es nicht nur auf die CTR an, sondern auch darauf, die Absprungrate zu verringern. Wenn Nutzer*innen zwar klicken, die Website danach aber sofort wieder verlassen, haben sie oft etwas ganz anderes erwartet. Google mag das nicht.

Achtet deshalb darauf, kein Clickbait im eigentlichen Sinne zu betreiben, also Nutzer*innen mit Falschinformationen oder kontroversen Wörtern anzulocken. Es geht nicht darum, alle zum Klick zu bewegen, sondern diejenigen, die sich für eure Inhalte wirklich interessieren. Genau diese Menschen müsst ihr erreichen. Die bringen euch am meisten.

Das geht nur mit vielen Tests, wobei Google selbst kein A/B Testing erlaubt. Also heißt es immer wieder mit eigenen Statistiken zu arbeiten, etwas zu ändern, noch einmal zu testen, um dann zu schauen, wie sich Absprungrate, CTR, Besucherzahlen und Co entwickelt haben. All das ist mühsam, erfordert analytische Sichtweisen und das richtige Deuten und Lesen der eigenen Statistiken. Aber SEO-Arbeit ist eben oft genau das. Die CTR-Optimierung ist somit ebenso eine Fleißarbeit. Hier gewinnt der, der sich die Mühe macht und die Kontrolle behält.

Kleine Änderungen führen zum großen Erfolg

Was wir aus Erfahrung sagen können, ist, dass kleine Änderungen oft enorm große Erfolge mit sich bringen. Es sind eben meist nur einzelne Wörter, die den Unterschied ausmachen. Auch kommt es darauf an, etwas Stimmiges zu schreiben, etwas, was die Suchende*n auf den ersten Blick wahrnehmen und fast schon klicken müssen, weil sie gar nicht anders können. Das gelingt natürlich nur dann, wenn ihr eure Zielgruppe kennt.

Da der Title-Tag begrenzt ist, bleibt hier nicht viel Spielraum. Mit möglichst wenigen Worten sollte Interesse geweckt und Information vermittelt werden. Genau wie bei den Überschriften, haben sich auch hier übrigens emotionale Verbindungen als hilfreich erwiesen.

So könnte, wenn es denn zutrifft, das Beispiel von oben auch dahingehend verändert werden, dass es auf die Gesundheit anspielt, statt darauf besonders lecker zu sein. Schnitzel-Alternativen ohne Gen-Manipulation, Gluten, Soja oder was auch immer. Es geht am Ende nur darum, die emotionalen Trigger seiner Zielgruppe zu finden, die sie automatisch zum Klick verführen.

by A-DIGITAL one

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