Bislang war die Sache mit den Zahlungsmethoden in WooCommerce ein wenig speziell. Überhaupt ist in WooCommerce für vieles, was für gewöhnlich Standard sein sollte, ein zusätzliches und oft auch kostenpflichtiges Plugin mit Drittanbieter-Schnittstellen notwendig. Dies hat nun jedoch ein Ende.

Mit WooCommerce-Zahlungen bietet WooCommerce aktuell selbst eine entsprechende Zahlungsplattform an. Diese stammt von den Entwickler*innen des Shop-Systems und wurde ganz gezielt für und von WooCommerce entwickelt. Also nicht für andere Shop-Systeme parallel und vor allem auch nicht mit dem Hauptaugenmerk auf eine möglichst breite Kompatibilität unter den Systemen.

All das gewährt auf dem Papier jede Menge Vorteile. Ob das in der Realität dann auch so ist und Unternehmer*innen die WooCommerce-Zahlungen nutzen sollten, klären wir in diesem Artikel.

WooCommerce

Die Vorteile von WooCommerce-Zahlungen

Mit WooCommerce-Zahlungen können Unternehmer*innen Zahlungen und Cashflows ab sofort direkt im Dashboard von WooCommerce betrachten und verwalten. Unmittelbar über das Backend dürfen die Zahlungen demnach zugeordnet oder korrigiert werden, wann immer dies notwendig werden sollte. Weil WooCommerce-Zahlungen von WooCommerce selbst stammt, ist die Lösung zudem sehr sauber, effizient und nahtlos integriert worden. Auch das ist ein enormer Vorteil gegenüber den bislang verfügbaren Tools der Drittanbieter.

Gebühren werden ausschließlich für Transaktionen fällig. Das wiederum bedeutet im Klartext, dass ihr keinerlei Aufwendungen habt, bevor ihr nicht wirklich Geld verdienen konntet. Keine monatlichen Kosten, ebenso wenig wie Jahresabos für Lizenzen oder kommende Updates. Die unterschiedlichen Währungen sind dabei so gut wie alle vorhanden. Auch international sind Geschäfte somit ohne große Komplikationen möglich.

Zahlungsmöglichkeiten wie Apple Pay, Google Pay, Giropay und Co sind mit den WooCommerce-Zahlungen ebenfalls kein allzu kompliziertes Thema mehr. Überweisungen der bereits abgewickelten Zahlungen finden dabei täglich statt, und zwar auf ein von euch hinterlegtes Konto. Weil ihr jetzt keinen Dritten für derartige Leistungen mehr benötigt, ist zudem alles optimal integriert und das führt zu weniger Kaufabbrüchen und höheren Umsätzen.

Verwaltung direkt innerhalb von WooCommerce

Das wirklich wichtige und schöne an dieser integrierten Lösung ist, dass somit wirklich alles aus dem Backend heraus funktioniert. Ein Vorteil, der sich gerade bei der Verwaltung sehr häufig bemerkbar machen wird. Transaktionen lassen sich hier nämlich in einfacher Weise aufschlüsseln und sogar sortieren.

Bei Problemen werden aktuelle Zahlungen mal eben schnell nach Datum, Nettoumsatz oder den jeweiligen Typ gefiltert und schon ist der richtige Eintrag gefunden. Auch Rückerstattungen sind somit innerhalb von Sekunden möglich, weil ein paar Klicks bereits ausreichend sind und keine umständliche Verwaltung oder Kontrolle mehr gestartet werden muss.

Bei Bedarf wird das Gesamtpaket anschließend noch mit den WooCommerce Subscriptions erweitert. Dieses ist zwar kostenpflichtig, fügt jedoch geschickt die Funktion für umfangreiche Zahlungspläne und wiederkehrende Einnahmen hinzu. Auch das kann eine Überlegung wert sein, weil die komplette Integration hier einen größeren Vorteil verspricht, als es zunächst den Anschein erweckt.

WooCommerce-Zahlungen im eigenen Shop aktivieren

Im Grunde ist es keine große Sache, die WooCommerce-Zahlungen im eigenen WooCommerce Shop zuzulassen. In nur wenigen Schritten habt ihr es hinter euch gebracht und vereinfacht somit fortlaufend die Bearbeitung der anstehenden Transaktionen. Das kann praktisch sein und so funktioniert es.

1. Zunächst müsst ihr auf die Website von WooCommerce-Zahlungen gehen.

2. Hier wählt ihr dann »Free Download« und fügt das kostenlose Paket eurem Warenkorb hinzu. Keine Sorge, es kostet wirklich nichts und wird dort auch mit null Euro angegeben.

3. Anschließend kann die Erweiterung schnell und einfach heruntergeladen werden. Diese installiert ihr dann bei euch im WooCommerce Shop.

4. Im Admin des Shops findet ihr nun »WooCommerce-Zahlungen« und dort wiederum ist ein »Get Startet« vorhanden, welches ihr drücken solltet.

5. Nach kurzer Einrichtung sind die WooCommerce-Zahlungen nun erfolgreich aktiviert. So einfach war das!

Alternativen zu den WooCommerce-Zahlungen

Bislang mussten Shop-Betreiber*innen auf Drittanbieter-Plugins ausweichen, um reibungslose Zahlungen im eigenen WooCommerce Shop gewährleisten zu können. Das ist jetzt vorbei. Wer sich nach einer Auswahlmöglichkeit umsieht oder neu im Bereich von WooCommerce ist, für den hier noch einmal kurz die wichtigsten Zahlungsanbieter im Vergleich. Diese funktionieren als Alternative zu den WooCommerce-Zahlungen.

WooCommerce Zahlungen

Stripe

Bei Stripe werden Gebühren von 1,4 Prozent plus 25 Cent Pauschale fällig. Das kann viel sein, dafür integriert Stripe aber ebenso viele Zahlungsmethoden, was für Kund*innen entsprechend angenehm erscheint. Auch Apple Pay und Google Pay sind selbstverständlich mit an Board.

Mollie

Vielleicht ist Mollie das mächtigste aller WooCommerce Plugins im Zahlungsbereich, vielleicht auch nicht, doch es ist definitiv eines der größten. Nahezu alle gängigen Bezahlvarianten sind vorhanden (von Klarna über SEPA-Lastschrift bis hin zu EPS für Österreich) und problemlos nutzbar. Außerdem gibt es bei Mollie keine pauschalen Gebühren, sondern lediglich Abgaben, die sich nach der jeweiligen Zahlungsart richten. Das kann den Unterschied machen, je nachdem wo und wie eure Kund*innen einkaufen.

PayPal Plus

PayPal nimmt happige 1,49 bis 2,49 Prozent. Das ist eine ganze Menge, zumal noch eine weitere Pauschale von 35 Cent hinzukommt. PayPal ist bei Kund*innen allerdings auch extrem beliebt und bietet inzwischen sogar Rechnungskauf an. Wer PayPal nicht vollumfänglich anbietet, schafft sich oft einen eigenen Nachteil. Trotz hoher Gebühren ist PayPal daher Pflicht.

Amazon Pay

In Deutschland immer noch exotisch und selten gesehen, ist Amazon Pay, die PayPal-Konkurrenz aus dem Hause Amazon. Bis zu 1,9 Prozent Gebühren werden fällig, doch da sich Amazon Pay im Grunde nirgendwo durchgesetzt hat, ist diese Bezahlvariante eher eine Möglichkeit, mal etwas anderes bei den eigenen Kund*innen auszuprobieren.

Direkte Integration oder einzelne Abfertigung?

Die Frage, die sich Betreiber*innen eines WooCommerce Shops schlussendlich stellen müssen, ist die Frage nach den eigenen Wünschen. Soll alles direkt im Shop-System integriert sein? Soll die Verwaltung von Transaktionen möglichst nahtlos und einfach stattfinden, ohne von Dritten abhängig zu werden? Dann sind die WooCommerce-Zahlungen definitiv einen genaueren Blick wert.

Wer es gerne individuell mag, bestimmte Zahlungsdienstleister benötigt, gesonderte Ansprüche an APIs oder Ähnliches hat, für den sind die Drittanbieter-Plugins jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach besser geeignet. Jedenfalls zum aktuellen Zeitpunkt.

Wir haben es euch in diesem Artikel sehr einfach gemacht. Wer möchte, nutzt direkt die WooCommerce-Zahlungen. Wer Alternativen sucht, findet hier ebenfalls ein paar nennenswerte Dienste, welche die entsprechenden Zahlungsmethoden in den WooCommerce Shop hinzufügen. Die Entscheidung bleibt am Ende jedoch auf eurer Seite. Wir können euch nur die Möglichkeiten nennen, die euer Unternehmen mit WooCommerce vorfindet. Dabei hoffen wir darauf, dass ihr hier nun fündig geworden seid.

by A-DIGITAL one

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