In einem unserer vorherigen Artikel hatten wir gerade erst erklärt, warum es speziell für Blogs unabdingbar ist, ständig neuen Content zu generieren. Ein Punkt von vielen ist dabei, dass Google aktuelle Inhalte bevorzugt, spätestens seit dem sogenannten Freshness Update. Doch ist das überall so? Zählen bei der Suchmaschine wirklich nur die neusten Beiträge? Was passiert dann mit älteren Artikeln und verlieren diese nach einigen Monaten automatisch ihre Wertigkeit?

Genau das werden wir uns im heutigen Beitrag ausführlicher anschauen und beleuchten. Was passiert, wenn das Datum in einem Artikel verschwindet oder einfach nach Belieben verändert wird? Wie reagiert Google, wenn ein Artikel, der eigentlich im Jahr 2000 erschienen ist, sein Datum plötzlich auf das Jahr 2020 korrigiert? Sind derartige Tricks von Vorteil oder schaden sie am Ende nur der gesamten Website und sämtlichen Rankings?

Hier dreht sich heute also alles um das Datum und wie wichtig die Angabe für Google ist. Oder eben auch nicht. Wie immer gibt es hier von uns ein paar Beispiele und Tipps.

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Beitrag Aktualisieren und Datum ändern

Der Klassiker ist derzeit, bei aktualisierten Artikeln auch das Datum zu korrigieren. Gibt es bei einem Thema neue Erkenntnisse oder hat sich die eigene Sichtweise maßgeblich verändert, wird der jeweilige Artikel also aktualisiert und verbessert, woraufhin dann natürlich auch das Datum angepasst wird. In der Theorie ist das logisch und sinnvoll.

Vor allem bei Ratgebern wird das gerne so gehandhabt, um aktuell zu bleiben. Oft steht die Jahreszahl dann zusätzlich im Title-Tag der Website, weshalb einmal im Jahr nachgebessert werden muss, um auch das Datum, welches Google gegeben wird (und welches in den SERPs erscheint), entsprechend anzupassen.

So bleiben die Beiträge jederzeit aktuell, in den SERPs wirken sie für Suchende sehr neu und Google bemerkt, dass sich regelmäßig etwas ändert. Alle sind glücklich und daher wird es derzeit auch oft so gehandhabt.

Datum in Artikeln vollständig entfernen

Eine andere Methode ist, das Datum vollständig zu entfernen. Die Theorie dahinter lautet, dass bestimmte Websites gar kein Datum benötigen. Firmenseiten bleiben beispielsweise immer aktuell oder werden entsprechend gepflegt, da muss kein extra Datum angegeben werden, um das zu unterstreichen.

Für Google scheint die fehlende Datumsangabe keine Schwierigkeit darzustellen. In den SERPs wird dann ebenfalls kein Datum eingefügt, was unter Umständen von Nachteil sein kann, wenn bestimmte Suchphrasen nach einer gewissen Aktualität verlangen und die Konkurrenz mit Datum auftritt.

Im Großen und Ganzen ist es Google aber völlig egal. Aktualisierungen bekommt die Suchmaschine auch weiterhin mit und es ist davon auszugehen, dass sie zumindest intern oder bei Berechnungen durchaus erkennt, wann die letzte Änderung stattgefunden hat. Sei es nun anhand von Serverdaten oder anderweitigen Zeitangaben (Grafiken, Videos, Kommentare etc.).

Datum in der Sitemap korrigieren

Was Google hingegen gar nicht mag und was im Grunde schon eine Blackhat-Methode darstellt, ist die Korrektur des Datums innerhalb der eigenen Sitemap. Die Richtlinien besagen hier ganz klar, dass Angaben innerhalb der Sitemap sehr exakt stattfinden müssen. Wird dort einmal das Datum mit dem Jahr 2000 angegeben, kann das Datum nicht plötzlich auf 2020 geändert werden. Google würde das bemerken und ein Rankingverlust wäre zumindest sehr wahrscheinlich.

Das führt dazu, dass Google die Werte der Sitemap gänzlich ignoriert. Hier gab es immer wieder mal Aussagen in den Webmaster Hangouts, weshalb wir euch davon abraten, die Sitemap in irgendeiner Art und Weise zu manipulieren. Die Werte dort sollten also stets der Wahrheit entsprechend und nicht hin- und hergeschoben werden. Passiert dies, kann es eben die Konsequenz nach sich ziehen, dass Google eure Sitemap zwar erkennt, sie im Grunde aber komplett ignoriert.

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Veröffentlichung und Aktualisierung einzeln angeben

Was zurzeit die wohl beste Methode darstellt, auch für Google, scheint die doppelte Angabe zu sein. Zum einen das Datum der Veröffentlichung, zum anderen das Datum der letzten Aktualisierung. Google ist clever geworden und filtert sehr gut. Wer die Daten korrekt angibt, wird also feststellen, dass Google das Datum der letzten Aktualisierung verwendet.

Wer nicht beide Daten angeben möchte, kann auch nur das Datum der letzten Aktualisierung anzeigen. Das ist okay, zumal in der Sitemap das Originaldatum verfügbar sein sollte. So weiß Google sehr genau, wann eine Änderung durchgeführt wurde.

Am Ende ist das der wohl beste Weg, um Aktualität zu signalisieren, ohne Fake-Daten zu hinterlegen. Einfach offen und ehrlich beides angeben. Auch eure Besucher*innen sehen dann, dass ein Artikel dauerhaft gepflegt wird.

Fake-Daten führen unweigerlich zu Problemen

Wir raten euch ab Fake-Daten zu verwenden. Wer einen Artikel nicht aktualisiert, jedoch das Datum verändert, braucht nicht glauben, dass Google dies auf Dauer nicht mitbekommt. Google erkennt, wenn Artikel sich zu stark ändern, weshalb Beiträge, die neu geschrieben werden, mitunter auch erneut bewertet werden.

Wird das Datum entfernt, ist dies für Google kein Problem. Selbst tatsächliche Änderungen, die mit einem neuen Datum einhergehen, sind für die Suchmaschine längst zum Standard geworden und werden korrekt verstanden. Solange ihr also ehrlich zu Google seid, braucht ihr in der Regel auch keine großen Probleme zu erwarten.

Wer jedoch in der Sitemap herumpfuscht oder Originaldaten von Artikeln nach Belieben und im großen Stil verändert, der muss sich später nicht wundern, wenn er seine Rankings verliert. Gleiches gilt übrigens für diejenigen, die gar nicht aktualisieren.

Das Datum ist nur ein Faktor von vielen

Das Datum ist jedoch trotz allem nur ein Rankingfaktor von vielen und sollte nicht überschätzt, aber auch nicht unterschätzt werden. Google misst die Aktualität von Inhalten nicht ausschließlich am Datum. Das wäre zu einfach und letztendlich auch zu vorhersehbar, also manipulierbar auf SEO-Ebene.

Vielmehr spielen Backlinks und Erwähnungen, Social Shares und vieles mehr eine Rolle. Ist ein Artikel zeitlos und aktuell, wird er gelesen, geteilt und verlinkt, um zwar auf ganz natürliche Art und Weise. Das Datum ist nur ein Bestandteil, um die Aktualität und Korrektheit von Inhalten zu prüfen, aber längst nicht der einzige.

Wenn ihr das Datum trotzdem aus euren Websites entfernt, verliert ihr nicht automatisch all die erkämpften Rankings. Das liegt auch daran, dass Google mitdenkt und viele weitere Faktoren, um die Aktualität zu prüfen, eine Rolle spielen.

Am Besten ist es schlussendlich immer, beide Daten anzugeben. Sowohl das Originaldatum als auch das Datum der letzten Aktualisierung. Letzteres ist das eigentliche Geheimnis, denn Google liebt es, wenn alte Artikel nach Jahren noch korrigiert oder gepflegt werden. Wer Beiträge daher nicht einfach vergisst und sich dauerhaft um sie kümmert, ist bei Google auf der sicheren Seite. Wenn dann noch aktuelle Kommentare hinzukommen und Artikel sich wie von selbst verbreiten, kann auch in Sachen Rankings nicht mehr viel schiefgehen.

by A-DIGITAL one

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