Webdesign ist längst nicht mehr das, was es früher einmal war. Heute besteht Webdesign nicht nur aus der Gestaltung einer Website, sondern auch aus cleverer Platzierung sämtlicher Objekte. Da geht es bereits vorab, lange vor dem kreativen Prozess, um Conversion Rates und Sy­n­er­gie­ef­fekte. Lange bevor eine Website final erscheint, gibt es daher Betas mit entsprechender A/B Tests, die zeigen sollen, ob bestimmte Ideen überhaupt funktionieren.

Ihr merkt bestimmt schon, worauf das hinausläuft. Es geht darum, dass wir durch Daten bereits innerhalb der ersten Schritte verstehen und wissen, wie etwas später funktionieren wird. Wir bedienen uns seit Neuestem der Neurowissenschaft um herauszufinden, auf welche Impulse das menschliche Gehirn anspringt und wie wir daraus Erkenntnisse ziehen können, die für die Marketingstrategie der Unternehmen von Bedeutung sein könnten.

Aus dem Neuromarketing lässt sich also das Neuro-Webdesign ableiten. Was genau es damit auf sich hat, klären wir heute ausführlich.

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Was genau ist Neurowissenschaft?

Die Neurowissenschaft befasst sich mit dem Gehirn. Sie stellt Fragen, die zu klären hochinteressant für das Verständnis eines Menschen sind. Warum tun wir bestimmte Dinge? Weshalb reagieren wir so? Was reizt das Hirn und auf welche Art zeigt dies Auswirkung?

Nach wie vor ist es nicht so leicht, das Gehirn eines Menschen zu verstehen und Aussagen darüber zu treffen, welche Auswirkungen bestimmte Reize haben. Die Hirnforschung ist hochkomplex und alles, was dort passiert, scheint in einem rasenden Tempo stattzufinden, was diese Art der Forschung abermals schwieriger werden lässt.

Neuro-Webdesign vs. Neuromarketing

Sprechen wir vom Neuro-Webdesign, meinen wir damit das Weiterdenken im Designprozess. Beim Neuro-Webdesign geht es nicht mehr darum, dass Nutzer*innen klicken, sondern darum, warum sie genau klicken. Welcher Prozess im Gehirn sorgt dafür, dass ein Klick ausgelöst wird?

Im Neuro-Webdesign dreht sich daher alles um Handlungen, die sich im Unterbewusstsein abspielen. Es geht um Gefühle, die Reize verursachen und die Psychologie dahinter. Kurz gesagt: Es geht um die Manipulation direkt am menschlichen Gehirn. Verstehen und beeinflussen, lautet das Motto.

Neuromarketing hingegen meint etwas Ähnliches, bezieht sich aber mehr auf werbende Prozesse. Direkte Kaufentscheidungen, Handlungsaufforderungen, Einflüsse, die positiv wie auch negativ wirken und somit in das Marketing eingreifen können.

Im Grunde sind die Übergänge fließend. Sprechen wir allerdings vom Neuro-Marketing, bezieht sich das Ganze nicht nur auf das Internet. Hier können auch Verpackungen oder Kampagnen mit Anzeigen gemeint sein. Ganz haptische Punkte also. Eine raue, natürlich wirkende Verpackung könnte dem Gehirn dann Umweltbewusstsein vermitteln, zum Beispiel.

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Neuro-Marketing für das eigene Unternehmen nutzen

Ein sehr einfaches Beispiel für Neuro-Marketing und Neuro-Webdesign sind Mechaniken wie Kundenbewertungen. Diese geben unweigerlich wieder, was andere denken und verleiten das Gehirn automatisch dazu, den Bewertungen glauben zu schenken. Nur deshalb funktionieren diese entsprechend gut. Sammelt Bewertungen also nicht auf externen Plattformen, sondern bindet sie immer auch auf der eigenen Website ein.

Mikrotransaktionen sind ebenso ein Beispiel dafür. Kleinigkeiten, die das Gehirn der Nutzer*innen aktivieren und bei Laune halten. Die für sich genommen kaum etwas verändern, die aber beschäftigen sollen. Animationen zählen ebenfalls hierzu. Alles wirkt flüssig, fast wie aus einem Guss, erzeugt also äußerst angenehme Gefühle.

Gefühle sind überhaupt ein gutes Beispiel für Neuro-Marketing. Wer Gefühle erzeugt, spricht ganz direkt Teile im Gehirn an. Geschicktes Storytelling schafft es, Emotionen auszulösen. Auf diese Weise lassen sich Nutzer*innen gezielt in bestimmte Richtungen leiten.

Auch die Farbpsychologie spielt eine Rolle im Neuromarketing. Welche Farbe hat welche Wirkung und wofür steht sie? Farblehre ist ein Thema für sich, also nichts, was wir mal eben zwischen Tür und Angel besprechen könnten. Doch auch hier greift das Neuro-Webdesign. Mit den richtigen Farben, die richtigen Teile im Gehirn ansprechen. Darum geht es.

Wenn das Hirn in den Fokus rückt

Schlussendlich geht es nur um eine Sache, nämlich cleveres Marketing und durchdachtes Webdesign. Das ist per se gar nichts Neues, bekommt mithilfe der Neurowissenschaft aber weitere Daten an die Hand. Erstmals verstehen wir nun, wie bestimmte Areale im Gehirn auf unsere Designs reagieren. So können wir versuchen, diese ganz gezielt auszusprechen.

Neuromarketing und Neuro-Webdesign helfen dabei, zu verinnerlichen, worum es schlussendlich geht. Nutzer*innen zufriedenzustellen und gezielt anzusprechen. Sie in eine bestimmte Richtung zu leiten. Das gelingt, indem wichtige Bereiche im Gehirn aktiviert werden. Am Ende geht es also darum, sowohl beim Design als auch im Marketing daran zu denken, wie die jeweilige Zielgruppe auf bestimmte Reize reagiert. Diese zu erkennen und zu lernen, worauf es dabei ankommt, verschafft den entscheidenden Vorteil.

by A-DIGITAL one

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