Habt ihr schon einmal davon gehört, wie sich Keywords gegenseitig kannibalisieren können? Bestimmt, denn tatsächlich ist die Keyword-Kannibalisierung ein typisches und mittlerweile auch recht verbreitetes SEO-Problem geworden. Zu viele Inhalte, auf zu engem Raum, wenn man so möchte, sodass diese gegeneinander konkurrieren und damit der gesamten Website schaden. Sie kannibalisieren sich.

Was früher einmal gewollt war, nämlich doppelte Rankings, möchte Google heute in der Regel gänzlich vermeiden. Eine Website soll für einen Suchbegriff also nicht doppelt ranken, weshalb die Suchmaschine dann oft selbst entscheidet, welche Seite mehr Relevanz besitzt. Das führt mitunter dazu, dass alte Artikel vor neuen Ranken. Oder es werden Beiträge bevorzugt, die zwar zum Keyword passen, eigentlich aber einen ganz anderen Zweck und Fokus aufweisen. Damit haben wir dann gleich das nächste SEO-Problem, nämlich verlierende Kontrolle über die jeweiligen Inhalte.

Damit euch das gar nicht erst passieren kann, beleuchten wir das Thema Keyword-Kannibalisierung nun ein wenig genauer. Welche Ursachen gibt es und wie kann die Keyword-Kannibalisierung aufgehalten werden? Keine Sorge, so schwierig ist das gar nicht, wenn man sich das Problem erst einmal genauer ansieht und sich bewusst gemacht hat, worauf es dabei ankommt.

Keyword-Kannibalisierung: Wir erklären, warum Keywords sich manchmal gegenseitig killen und was dagegen hilft 1

Ursachen für eine Keyword-Kannibalisierung

Die Ursachen sind schnell gefunden, denn die Keyword-Kannibalisierung wird alternativ gerne auch als Content-Kannibalisierung bezeichnet. Im Grunde geht es also darum, dass unterschiedlicher Content einer Website auf das gleiche Keyword hin optimiert worden ist und somit in den Rankings erscheint. Statt also eine Seite perfekt in die SERPs zu bringen, sieht Google plötzlich zwei oder mehr Seiten, die alle für dasselbe Keyword ranken wollen und alle von derselben Website stammen. Das mag die Suchmaschine gar nicht.

Neben den offensichtlichen Ursachen, also der Optimierung von mehreren Seiten auf dieselben Keywords, können auch interne Links schuld daran sein, dass eine eigentlich thematisch ganz anders aufgebaute Unterseite, plötzlich für ein Ranking erscheint, für das sie ursprünglich gar nicht gedacht war. Das passiert immer dann, wenn interne Links mit derselben Logik oder entsprechendem Ankertext auf unterschiedliche Seiten verlinken, dabei aber die gleiche Bedeutung aufweisen. Beispielsweise ein Link mit dem Anker »Smartphone Reparatur« auf die Unterseite »/smartphone-selbst-reparieren« und ein Link mit »Smartphone Reparatur« auf die Unterseite »/smartphone-reperatur-beauftragen«. Zwei verschiedene Suchintentionen (know/do) aber ein und dasselbe Keyword, was logischerweise eine Keyword-Kannibalisierung zur Folge hat. Natürlich ist das ein eher plumpes Beispiel, aber so wird deutlich, worum es dabei geht.

Die Suchintention ist ebenfalls ein interessanter Punkt, weil sich die Suchintentionen in Google durchaus mal verändern oder verschieben können. Auch solch eine Änderung kann dann dazu führen, dass plötzlich die SERPs verrutschen und eine Keyword-Kannibalisierung entsteht, die es zuvor noch gar nicht gab. Deshalb ist es wichtig, seine Website dauerhaft im Auge zu behalten, um genau auf so etwas entsprechend schnell reagieren zu können.

Oft ist es aber schlichtweg die Tatsache, dass zu viele Inhalte auf zu engem Raum entstehen. Dann kommt es, gerade bei Blogs, gerne mal zu Dopplungen und Themen, die schon längst behandelt wurden. Auch das führt im weiteren Verlauf dann zu einer Keyword-Kannibalisierung.

Was gegen die Keyword-Kannibalisierung hilft

Tatsächlich ist es gar nicht so schwierig, etwas gegen die Keyword-Kannibalisierung zu unternehmen. Es ist in Sachen SEO sogar sehr sinnvoll und kann hervorragende Ergebnisse und Verbesserungen mit sich bringen, wenn entsprechend clever agiert wird. Gerade wenn Content entstanden ist, der auf mehreren URLs die gleichen Keywords anpeilt, kann dies geschickt für bessere Rankings genutzt werden.

Besprechen wir das am besten wieder anhand eines praktischen Beispiels. Gehen wir einfach mal von drei Seiten aus, die alle auf dasselbe Keyword abzielen und thematisch somit sehr nah beieinander liegen. Nun wird von diesen drei Seiten die Seite ausgewählt, die am stärksten ist bzw. die besten Rankings besitzt. Diese Seite wird nun erweitert und zwar mit den Inhalten der zwei anderen. Was nicht passt oder doppelt ist, wird natürlich entfernt. Am Ende nehmt ihr die beiden Seiten aus dem Index und leitet sie auf die dritte Seite um. So bekommt Google den Hinweis: Zwei Seiten sind verschwunden, stattdessen wird auf die Dritte verwiesen, die wiederum wurde deutlich erweitert und optimiert.

Der Vorteil bei dieser Art der Zusammenführung ist, dass aus drei Seiten eine einzige wird, die dadurch im besten Fall holistisch erscheint. Da drei Seiten in ihrer Informationsvielfalt zusammengeführt werden, wird die eine, die nun übrig bleibt, entsprechend umfangreich. Hier müsst ihr aber aufpassen, dass ihr den Themenfokus nicht zu stark verschiebt, denn das hätte einen Rankingverlust zur Folge. Wer hingegen alles richtig macht, erhält als Belohnung noch einmal deutlich bessere Positionen bei Google und somit auch mehr Besucher. Die Keyword-Kannibalisierung ist dann Geschichte.

Wer nicht so radikal vorgehen möchte, der kann die drei Seiten auch behalten und jede Seite entsprechend umarbeiten. Den Title-Tag etc. ändern, Keywords umverteilen und somit dafür sorgen, dass jede Seite wieder ihre eigenen Schlüsselbegriffe besitzt. Dann kommt es ebenfalls nicht mehr zur Keyword-Kannibalisierung. Auch das ist möglich, doch hier sei gesagt: Weniger ist mehr. Oft funktioniert eine besonders umfangreiche Seite deutlich besser als viele einzelne.

Zu guter Letzt gäbe es auch noch die Möglichkeit, einen Canonical-Link zu setzen. Das ist immer dann sinnvoll, wenn ihr die Seiten nicht entfernen möchtet oder es bereits zu viele geworden sind. Der Canonical-Link im Head zeigt von den weniger wertvollen Seiten auf die URL, die in Zukunft ranken soll. Das funktioniert zwar, oft ist das durchdachte Zusammenführen aber die bessere Methode.

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Keyword-Kannibalisierung dauerhaft vermeiden

Um die Keyword-Kannibalisierung dauerhaft zu vermeiden, hilft eine saubere Keyword-Recherche und ein gutes Keyword-Mapping. Lasst euch dafür viel Zeit und sucht auf eurer Website immer noch einmal nach ähnlichen Inhalten, bevor ihr neue erstellt. Gerade bei Blogs, die irgendwann über 1.000 Artikel aufweisen, ist es schwierig, dauerhaft die Übersicht zu behalten. Findet ihr ähnliche Inhalte, macht es oft auch Sinn, die alten noch einmal neu zu überarbeiten und mit aktuellen Infos zu ergänzen. Es muss schließlich nicht immer ein frischer Artikel sein. Verbessert und erweitert lieber das, was bereits vorhanden ist.

Wo früher für jedes Keyword eine kleine Unterseite erstellt wurde, gehen SEOs heute in der Regel also ganz anders vor. Sie löschen wieder vermehrt minderwertige Seiten, um Google nur noch mit besonders starken, perfekt optimierten Inhalten zu imponieren. Auch das ist eine sinnige Methode, um Keyword-Kannibalisierung komplett zu vermeiden. Reduziert euren Blog. Schreibt weniger, dafür umso gründlicher. Recherchiert umfangreicher und baut die Inhalte immer weiter aus.

Keyword-Kannibalisierung ist durchaus ernst zu nehmen, da sie schnell zu großen Traffic-Einbrüchen führen kann. Gerade wenn sie im Hintergrund geschieht, weil sich beispielsweise die Suchintention verändert, ist oft nicht sofort ersichtlich, warum plötzlich Rankings verschwinden oder Seiten keine Besucher mehr anziehen. Achtet darauf, dann bleiben eure Rankings auch in Zukunft stark und stabil.

by A-DIGITAL one

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