Was ist eigentlich Google E-A-T?

Google ist eine Suchmaschine, die sich beständig weiterentwickelt. Nicht ein bisschen, nicht alle paar Jahre, sondern fortlaufend und beständig. Mehrmals im Jahr gibt es größere Updates und diese Updates legen oft den Betrieb vieler Websites lahm. Sie verändern nämlich eine Menge Faktoren, woraufhin die Rankings hoch- und heruntergehen, also ein Handeln erforderlich machen. Meistens jedenfalls.

In den letzten Jahren ist Google außerdem immer radikaler geworden, so scheint es uns, denn längst werden Updates nicht mehr angekündigt, längst sind sie kaum noch zu durchschauen. Zu viel Schrauben werden gedreht, als dass SEOs noch klar und deutlich erkennen oder gar filtern könnten, welche genau. Wie vor einiger Zeit geschehen, wo nach einem Google Update plötzlich alle medizinischen Seiten abstürzten. Einfach so war die Existenz vieler Gesundheitsseiten bedroht.

Der Sinn dahinter war jedoch klar verständlich, denn wenn jemand über gesundheitliche Themen schreibt, soll er sich laut Google eben auch wirklich damit auskennen. Das führt uns auch gleich zum Thema E-A-T, was nichts anderes als »Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness« bedeutet. Also übersetzt so viel wie »Kompetenz, Autorität und Vertrauenswürdigkeit«. Doch jetzt noch mal im Detail.

Google E-A-T

Warum spielt E-A-T plötzlich eine Rolle?

Wie eben schon angedeutet, möchte Google wohl besonders heikle Themen validieren bzw. dafür sorgen, dass niemand mehr ein gutes Ranking bekommt, der sich nicht wirklich damit auskennt. Das Problem dabei ist, dass Google bewertet, ob ihr euch damit auskennt oder nicht und Selbiges geschieht natürlich über den Algorithmus und nicht personell. Ob Selbiges so gut ist, darüber streiten derzeit viele.

Die Änderungen betreffen dabei alle Seiten der Kategorie YMYL (Your Money Your Life), unter der Websites verstanden werden, die direkten Einfluss auf das Leben oder die Finanzen haben. Wenn also jemand darüber schreibt, was ihr bei einer Lungenentzündung tun solltet, dann sollte dieser jemand besser ein Arzt sein, damit Google ihm auch vertraut. Und wenn jemand Kreditkarten oder Aktienpakete empfiehlt, dann sollte er sich in der Wirtschaft besser schon einen Namen gemacht haben. Prinzip verstanden?

Im Grunde ist die Sache ganz einfach: Google möchte die Qualität steigern, indem keine Suchergebnisse mehr in den oberen Rankings auftauchen, die nicht sicher nicht. Bei besonders heiklen Themen möchte Google also allem Anschein nach keine recherchierten Artikel von irgendwem, sondern eine starke Quelle, die sich wirklich in diesem Bereich auskennt. Jemanden der Kompetenz, Autorität und Vertrauenswürdigkeit besitzt.

Wie kann nach E-A-T optimiert werden?

Um von Google als eine Person angesehen zu werden, die Kompetenz, Autorität und Vertrauenswürdigkeit aufweist, müsst ihr euch zwangsläufig einen Namen machen. Gesundheitsseiten haben nach dem Update damals schnell reagiert und alle Artikel von Medizinern prüfen lassen. Zumindest offiziell, ob das nun wirklich der Fall war, steht auf einem anderen Blatt Papier. Nun jedenfalls ist unter vielen medizinischen Artikeln ein Hinweis zu finden, dass die Faktenprüfung durch Dr. XYZ stattgefunden hat. Ein Arzt hat eben alle Eigenschaften, die in den Bereich E-A-T fallen und ist somit eine vertrauenswürdige Quelle.

Wichtig ist laut den ersten Versuchen im Bereich SEO wohl auch, dass diese Person kein Neuling mehr ist. Je öfter er im Internet erwähnt wird, je häufiger sein Name auftaucht und je mehr er auf seinem Gebiet ein Experte ist, desto mehr Autorität besitzt er.

Allgemein wird gerade davon ausgegangen, dass auch Affiliatelinks bei heiklen Themen von Google als negativer Faktor angesehen werden. Werbeunterbrechungen ebenso. Dazu gesellen sich technische Faktoren, wie das Alter einer Domain und das Alter eines Unternehmens. Auch das wird wohl wieder wichtiger. Gleiches gilt für saubere Quellen. Wer vertrauenswürdig ist, hat auch kein Problem damit, andere Websites oder Studien als Quelle auszuzeichnen und sauber darauf zu verlinken. Den Linkgeiz moderner SEOs gibt es in der Wissenschaft eben nicht.

Was genau Google wirklich bewertet, bleibt allerdings wie immer ein Rätsel, doch die genannten Faktoren gelten derzeit als wahrscheinlich und sollten unbedingt optimiert werden, wenn ihr euch im Bereich E-A-T Kompetenz, Autorität und Vertrauenswürdigkeit aufbauen möchtet. Denn ohne sie wird es nicht mehr gehen, zumindest wenn ihr euch in den YMYL-Bereichen bewegt, die Google nun deutlich strenger und aufmerksamer zu bewerten scheint.

Google E-A-T S-E-O

Wie geht es weiter mit Google und SEO-Optimierungen?

Aktuell stellen sich viele SEOs vor allem eine Frage: Wie geht es eigentlich weiter? So richtig verstehen können wir diese Frage allerdings nicht, denn jetzt wird eben wieder optimiert, wie immer im SEO-Bereich. Dass Google mehr Wert auf Qualität legt, heißt ja nicht, dass die SEO-Optimierung überflüssig wird. Das Gegenteil ist der Fall. Denn jetzt heißt es, dass alles perfekt sein muss, um überhaupt noch gut ranken zu können. Damit wird sie sogar wichtiger.

Das Thema E-A-T ist ein anderes. Autoren werden langfristig einen Trust aufbauen müssen. Oft reicht es aber auch schon, wenn bei allen Artikeln eine entsprechende Autor-Box angezeigt wird. Also ein kleiner Kasten, der darüber informiert, wer genau für den Artikel verantwortlich war und welchen Hintergrund er bei diesem Thema hat. Auf lange Sicht wird Google hier auch noch so einiges verändern, zurückfahren und anpassen.

Schon alleine deshalb, weil gute Autoren auch sehr sorgfältig recherchieren und das Vertrauen ebenfalls genießen sollten. Journalisten schreiben schließlich auch über heikle Themen, ist ihnen deshalb etwa nicht zu trauen? Darfst der Journalist nur noch über Krieg schreiben, wenn er ihn selbst erlebt oder Geschichte studiert hat? Dürfen nur noch Ärzte eine gesundheitliche Meinung vertreten, nicht aber Naturheilpraktiker oder Anhänger der Alternativen Medizin?

Wäre dem so, würde das Google E-A-T Update dafür sorgen, dass eine Art von Zensur entsteht. Dass alternative Meinungen gänzlich verschwinden, weil Google nur noch diejenigen rankt, die dem wissenschaftlichen Konsens folgen. Dabei sehnen wir uns doch oft nach Alternativen oder anderen Meinungen. So richtig geht das alles derzeit also noch nicht auf und viele Rankings sind aktuell auch ziemlich merkwürdig geworden. Alleine deshalb wird Google noch einmal Updates nachschieben müssen, die Anpassungen vornehmen.

Die aktuelle Lage bei Google und womit zu rechnen ist

So gibt es Websites, die unzählige hochwertige Artikel verfasst haben, plötzlich aber unter den Seiten einer bekannten und großen Marke landen, die jedoch nur mit einem 300 Wörter SEO-Text in Erscheinung tritt. Qualität verliert aktuell oft gegen Trust, wobei Trust kein echtes Vertrauen ist, sondern eben via Algorithmus berechnet wird, weshalb er oft unpassend erscheint.

Unser Tipp ist dennoch, dass ihr das Thema E-A-T durchaus ernst nehmen solltet. Eure aktuellen Rankings werden sich aber vermutlich erst dann wieder ändern, wenn Google an seinen Schräubchen dreht. Das kann dauern, mal auf und mal ab gehen, lasst euch davon aber nicht aus der Ruhe bringen. Wer Qualität liefert, hat auf lange Sicht nichts zu befürchten.

by A-DIGITAL one

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