E-Mail Marketing ist wahrscheinlich eine der langlebigsten Marketing-Strategien überhaupt, denn schon als es mit dem Internet losging, gab es die E-Mail und kurz danach bereits die ersten Newsletter. Wo sich Postadressen, Telefonnummern und Co gerne mal über die Zeit verändern, sind E-Mail Adressen Gold wert, da sie sehr beständig sind. Wer einmal eine große Liste mit Adressen gesammelt hat, kann immer wieder auf diese zurückgreifen und sie zu Marketingzwecken verwenden.

Oft unterschätzt, denn angeblich liest kaum jemand seine E-Mails, hat sich das E-Mail Marketing über die Jahrzehnte hinweg zu einer grundsoliden Basis entwickelt. Gerade als Unternehmen oder in der Selbstständigkeit ist es daher ideal, wenn die eigenen Kund*innen mit ihrer E-Mail hinterlegt worden sind und permanent erreicht werden können.

Newsletter-Tools informieren sie dabei über Neuerungen, einzigartige Sales, frische Produkte im Lager oder verschicken Gutscheine, um die Relevanz zu erhalten und die Öffnungsraten der E-Mails entsprechend zu steigern. Doch per Hand geht so etwas natürlich nicht. Überhaupt braucht es starke Mail-Server, wenn Newsletter tatsächlich von einem eigenen System aus verschickt werden sollen. Meist kommt dies daher gar nicht in Frage.

Viel cleverer sind Newsletter-Tools und davon gibt es eine Menge Anbieter, die wirklich gute Arbeit leisten. Welche das sind, welche wir empfehlen und unseren Kund*innen anbieten, sowie vieles mehr, erfahrt ihr im heutigen Blogbeitrag. Wir beschränken uns dabei auf deutsche Anbieter, da der Standort im Zuge der DSGVO an Bedeutung gewonnen hat.

5 deutsche Newsletter-Tools: So gelingt E-Mail Marketing auf höchstem Niveau und DSGVO-konform 1

Die DSGVO hat eine Menge verändert

Wer sich darüber wundert, warum es in diesem Artikel explizit um deutsche Anbieter von Newsletter-Tools geht, dem sei gesagt, dass die DSGVO vieles verändert hat. Es ist nicht mehr so einfach wie früher, Daten im Ausland zu speichern, vor allem dann nicht, wenn personenbezogene Informationen enthalten sind. Die meisten Anbieter stammen außerdem aus den USA, nicht aus Europa, haben also vollkommen andere Datenschutzregelungen.

Bei Newslettern ist neben der E-Mail Adresse oft auch der Name wichtig, schließlich sollen die Mailings im Idealfall personalisiert werden. Auch das Geburtsdatum kann eine Rolle spielen, wenn E-Mails zu Feiertagen verschickt werden sollen, wie zum Beispiel Gutscheine zum Geburtstag.

Alles in allem ist das Thema DSGVO ein sehr heikles. Wer rechtssichere Newsletter anbieten möchte, der kann am Ende eigentlich nur noch auf deutsche Anbieter zurückgreifen. Vor allem dann, wenn er sich mit den rechtlichen Aspekten gar nicht so sehr auseinandersetzen möchte. Viele Anbieter werben bereits damit, dass sie DSGVO-konform genutzt werden können.

Ob das wirklich der Fall ist und welche Einstellungen dafür notwendig sind, prüft ihr bitte im Einzelfall noch einmal selbst. Wir können euch hier keine Garantie geben. Wir wissen nur, dass jeder die großen US-Tools kennt, sich aber kaum einer mit den deutschen Anbietern beschäftigt. Dabei sind einige von ihnen richtig gut, wie ihr gleich sehen werdet.

Das richtige Newsletter-Tool finden

Gleich zu Beginn stellt sich die Frage, welches Newsletter-Tool denn nun das richtige ist. Anbieter gibt es gefühlt dutzende, doch nicht alle sind identisch und einige versuchen, mit besonders interessanten Features herauszustechen. Doch genau diese Features blenden häufig nur, denn nicht alle benötigen derlei ausgefeilte Funktionen.

Auch kommt es auf die Skalierbarkeit an. So gibt es am Markt viele kleinere Newsletter-Tools, bei denen sich jedoch die Frage stellt, wo die Grenzen gesetzt werden. Sind diese Tools auch dann noch effektiv, wenn der eigene Newsletter in ein paar Jahren mehrere hunderttausend Empfänger*innen aufweist?

Solche Fragen solltet ihr euch vorab unbedingt selbst stellen, um euch im Klaren darüber zu sein, was zu euch, eurer Situation und dem jeweiligen Unternehmen passend erscheint. Was bringen einem die tollsten Features, wenn diese nie benötigt werden? Was bringt das beste Tool, wenn es nur im kleinen Rahmen angewandt werden kann?

Um solche Fehlentscheidungen zu vermeiden, haben wir die gängigsten Newsletter-Tools für euch getestet und einen kleinen Vergleich aufgestellt. Gut für euch: Wir zeigen euch gleich zu Beginn unsere Empfehlungen, mit denen wir bereits erfolgreich arbeiten.

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5 Deutsche Newsletter-Tools im Vergleich

Hier möchten wir euch nun einige der Newsletter-Tools präsentieren, mit denen wir bereits gearbeitet oder die wir uns zumindest ein wenig genauer angesehen haben. Wir versuchen, die wichtigsten Punkte der jeweiligen Tools zu erwähnen, ohne dabei zu sehr in Details abzutauchen oder zu speziell zu werden, was die Anwendungsgebiete angeht.

1. Cleverreach (Unsere Empfehlung)

Der große Vorteil von Cleverreach ist, dass es sich um ein deutsches Unternehmen handelt. Das wiederum ist wichtig in Bezug auf die DSGVO. So liefert Cleverreach ein Double-Opt-in-Verfahren, bleibt sehr übersichtlich und funktionell und gewährt einen Testaccount, bei dem 250 Empfänger*innen und 1.000 E-Mails im Monat kostenlos sind. So kann jeder das Newsletter-Tool unverbindlich testen und bei Bedarf mehr buchen.

Ansonsten nutzt Cleverreach DKIM (DomainKeys Identified Mail), damit weniger Mails im Spam-Ordner landen. Ein WYSIWYG-Editor ermöglicht zudem die einfache Erstellung von Newslettern. Außerdem gibt es verschiedene Möglichkeiten für A/B Tests, Spamtests sowie noch vieles mehr.

Die Preise richten sich nach Empfänger*innen. Allgemein scheint Cleverreach ein solides Tool für fast alle Newsletter-Größen zu sein. Nur bei sehr hoher Empfängerzahl wird es ein wenig teurer.

Cleverreach

2. Rapidmail

Das Besondere an Rapidmail ist, dass es zwei Tarife anbietet, die alles enthalten. Entweder es wird eine Flatrate bestellt, deren Preis sich nach den maximalen Empfänger*innen richtet, oder aber es wird eine Art Prepaid-Option gebucht. Dann wird per Mailing bezahlt, aber eben ohne jegliche Vertragsbindung. Das ist interessant, gerade für kleinere Unternehmen, die eher unregelmäßige Newsletter versenden, weshalb sich die Monatstarife meist nicht lohnen.

Auch hier wird aber deutlich, dass sich Rapidmail eher an Selbstständige und kleine Unternehmer richtet, die ein paar tausend, nicht ein paar hundertausend Kontakte pflegen. Es gibt viele Newsletter-Vorlagen, einen praktischen Drag n‘ Drop Editor, A/B-Tests, Klickmaps und Follow-Up Mailings. Also alles, was das Herz eines Marketers höher schlagen lässt.

Die Standards sind demnach enthalten. Dafür gibt es wenig, was wirklich überrascht oder darüber hinaus geht. Als deutscher Anbieter ist hier jedoch die DSGVO-konforme Verwaltung noch eine Erwähnung wert. Das dürfte für einige entsprechend wichtig sein.

Rapidmail

3. Cleverelements

Cleverelements versucht vor allem, sehr modern und zeitgemäß zu erscheinen. Mit vielen Analysen zu Klickzahlen und CTAs sollen die Mailings dauerhaft verbessert werden können. Klassische Newsletter nennt Cleverelements dabei One Shots. Außerdem erlauben es die Tools, Geburtstagsgrüße oder Gutscheine zu verschicken, um mehr Bindung mit den eigenen Kund*innen herzustellen. Ein WordPress Plugin gibt es ebenso dazu, weshalb das Newsletter-Tool rundum zu überzeugen weiß.

Das Bezahlsystem ist interessant, da es gleich drei Varianten bietet. Wie bei fast allen Newsletter-Tools kommt es auch hier auf die Anzahl der Empfänger*innen an. Entweder zahlt ihr dann für eine bestimmte Anzahl, kauft euch Credits, um nur per Mailing zu bezahlen, oder bucht ein High Volumen Paket, falls ihr im Monat Millionen an Mailings verschicken möchtet. Alles ist möglich und so bleibt Cleverelements flexibel nutzbar, genau wie ihr es gerade braucht.

Cleverelements

4. Inxmail

Inxmail bringt alles mit, was von einem Newsletter-Tool erwartet wird und kann zudem noch mit CRM-Systemen, Online Shops und Kampagnenmanagement-Tools kombiniert bzw. direkt verknüpft werden. In Bezug auf die DSGVO bietet Inxmail jede Menge Ratgeber und Informationen zur Auftragsdatenverarbeitung (ADV). Alles sehr übersichtlich und hilfreich eingerichtet, sodass es durchweg gut zu bedienen ist.

Eine Testversion gibt es bei Inxmail nicht einfach so, sondern nur auf Anfrage. Das macht es schon einmal etwas komplizierter als die anderen Newsletter-Tools, weil nicht direkt ein Zugang zur Verfügung steht. Später sind im Tarif dann Monats oder Jahrespreise möglich, die sich immer anhand der tatsächlichen Menge an Mailings berechnen.

Am Ende versucht Inxmail vor allem durch individuellen Service und eine gewisse Anpassung an die Kund*innen zu überzeugen. Alle Dienste kommen aus Deutschland, auch damit wirbt der Anbieter direkt, schließlich ist dies in Zeiten von der DSGVO entsprechend wichtig.

Inxmail

5. Sendeffect

Egal ob es um A/B Tests oder die Integration von Google Analytics geht, Sendeffect hat alles an Board, was Kund*innen sich wünschen. Hinzu gesellen sich ein paar Annehmlichkeiten und viele Themes bzw. Designs, mit denen ohne viel Vorwissen schicke Newsletter auf die Beine gestellt werden können. Alles praktisch, soweit aber von anderen Tools schon bekannt.

Preislich liefert Sendeffect eine Art Prepaid-Konzept mit, hat jedoch auch Flatrates im Angebot. Die Testversion kann jederzeit angefordert werden, entsprechende Preise und Möglichkeiten berechnen sich später, je nachdem, was ihr euch wünscht und wie viele Newsletter ihr tatsächlich versendet. Allgemein geht es bei Sendeffect aber auch um große Zahlen, sodass 200.000 Mails und mehr kein Problem darstellen sollten.

Sendeffect

Mit dem richtigen Werkzeug zum Erfolg

Am Ende ist es schwer zu sagen, welches Newsletter-Tool das beste ist. E-Mail Marketing ist umfangreich und gleichzeitig sehr verschieden, jedes Unternehmen verfolgt eigene Ziele und hat somit vollkommen andere Ansprüche an die entsprechenden Tools. Wir selbst nutzen bei den deutschen Anbietern am liebsten Cleverreach und haben damit gute Erfahrungen sammeln können, weshalb wir es empfehlen können.

Ein weiterer Aspekt bei der Auswahl ist, dass jedes Interface anders funktioniert. Für manch einen Workflow eignet sich Tool X also besser als Tool Y, was völlig normal ist. Jeder hat seine Vorlieben. Wer vorgefertigte Designs für seine Newsletter verwenden möchte, wird vermutlich auch das Tool wählen, welches die meisten oder schönsten davon auf Lager hat. Der andere kann das eine besser bedienen als das andere, weshalb auch die Oberfläche entscheidend sein kann.

Wir denken, dass jeder sein eigenes Lieblingstool finden sollte. Fünf deutsche Vertreter haben wir euch heute mal ein wenige genauer vorgestellt und zumindest einer davon sollte auch für euch infrage kommen. Wir hoffen, wir konnten behilflich sein.

by A-DIGITAL one

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